Niedersachsen will Fernunterricht bei Extremwetter und Störungen erlauben
Distanzunterricht bei Sturm und Eis? Land plant Reform - Niedersachsen will Fernunterricht bei Extremwetter und Störungen erlauben
Niedersachsen plant eine Aktualisierung seines Schulgesetzes, um in bestimmten Situationen Fernunterricht zu ermöglichen. Die vorgeschlagenen Änderungen sollen Schulen eine rechtliche Grundlage für digitalen Unterricht bieten, wenn der Präsenzbetrieb erschwert ist. Die Initiative wurde Anfang Oktober von der rot-grünen Landesregierung erstmals angekündigt.
Nach dem Entwurf könnten Schulen bei extremem Wetter wie Stürmen, Glatteis oder Hitzewellen auf Online-Unterricht umstellen. Auch bei Ausfällen des Schülerverkehrs wegen gefährlicher Bedingungen wäre Fernunterricht möglich. Das Bildungsministerium betonte, dass digitale Lehrformate den Präsenzunterricht nicht ersetzen, sondern nur als vorübergehende Lösung dienen sollen.
Die neuen Regelungen könnten zudem Fernunterricht aus pädagogischen oder organisatorischen Gründen erlauben und so flexiblere Lehrmethoden ermöglichen. Bildungsministerin Julia Willie Hamburg machte jedoch deutlich, dass der Präsenzunterricht weiterhin Priorität habe. Bevor das Vorhaben Gesetz wird, muss es noch vom Landtag verabschiedet werden.
Einige Bildungsverbände äußerten Bedenken, die Änderungen könnten genutzt werden, um Personal- oder Raummangel zu verschleiern. Zu dieser konkreten Kritik hat das Ministerium bisher nicht Stellung genommen.
Wird die Novelle verabschiedet, verankert sie den Fernunterricht offiziell als Option an Niedersachsens Schulen. Das Gesetz soll sicherstellen, dass digitaler Unterricht möglich ist, wenn die physische Anwesenheit unsicher oder unpraktikabel wird. Der Schwerpunkt bleibt dennoch auf dem klassischen Klassenunterricht als Standardform.
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