Niedersachsen setzt mit Mega-Batteriespeichern neue Maßstäbe für die Energiewende
Grzegorz LoosNiedersachsen setzt mit Mega-Batteriespeichern neue Maßstäbe für die Energiewende
Niedersachsens Batteriespeicher-Projekte treiben Deutschlands Energiewende voran
Deutschland macht mit dem Ausbau großflächiger Batteriespeicher einen bedeutenden Schritt nach vorne – insbesondere in den Bundesländern. Zwei große Vorhaben, von denen eines bereits in Betrieb ist und ein weiteres in Planung, sollen die Netzdynamik verbessern und die Teilhabe am Energiemarkt stärken. Beide Projekte unterstreichen den wachsenden Trend zu marktgetriebenen und quasi-marktfähigen Batteriesystemen im Land.
Das Unternehmen Kyon Energy hat in Alfeld eine Batteriespeicheranlage mit einer Leistung von 137,5 Megawatt (MW) fertiggestellt und an das 110-kV-Netz des regionalen Netzbetreibers Avacon angeschlossen. Mit einer Kapazität von 282 Megawattstunden (MWh) ist das System darauf ausgelegt, am Strommarkt zu handeln und die Netzstabilität zu unterstützen – und das ohne staatliche Subventionen. Das Projekt ist Teil des wachsenden Portfolios von Kyon in Deutschland und spiegelt den branchenweiten Wandel hin zu wirtschaftlich tragfähigen Energiespeicherlösungen wider.
Unterdessen treibt RWE die Pläne für ein deutlich größeres Batteriesystem in Lingen voran. Der Baubeginn ist für Anfang 2026 vorgesehen, die vollständige Inbetriebnahme soll bis 2028 erfolgen. Die Anlage mit einer Leistung von 400 MW wird mindestens zwei Stunden lang Energie abgeben können (etwa 800 MWh) und damit Ausgleichsleistungen, Reservekapazitäten sowie kurzfristige Flexibilität für das Netz bereitstellen.
Das Lingen-Projekt passt zu RWEs Strategie, Speicherlösungen mit erneuerbaren Energien, konventioneller Stromerzeugung und Wasserstoffinfrastruktur an bestehenden Energiestandorten zu verknüpfen. Beide Initiativen unterstreichen die Bedeutung der Bundesländer für Deutschlands Übergang zu einem flexibleren und marktorientierteren Energiesystem.
Während der Alfeld-Speicher bereits aktiv ist, wird RWEs Anlage in Lingen die Speicherkapazitäten in der Region weiter ausbauen. Die Projekte zielen darauf ab, die Netzstabilität zu erhöhen und die Energiewende in Deutschland zu unterstützen. Ihr kommerzieller Ansatz markiert eine neue Phase für die Batteriespeicherung im Land.






