Niedersachsen diskutiert neuen Feiertag zum Internationalen Frauentag 2025
Franjo HandeNiedersachsen diskutiert neuen Feiertag zum Internationalen Frauentag 2025
Niedersachsen erwägt neuen Feiertag zum Internationalen Frauentag am 8. März
Die Initiative, die von der Gewerkschaft Verdi und dem Landesfrauenrat unterstützt wird, zielt darauf ab, die Leistungen von Frauen für die Gesellschaft zu würdigen und auf weiterhin bestehende geschlechtsspezifische Ungleichheiten aufmerksam zu machen. Sollte der Vorschlag angenommen werden, würde der 8. März in Niedersachsen zu einem zusätzlichen urlaub.
Der Vorstoß, den 8. März als Feiertag einzuführen, geht auf eine Petition des Landesfrauenrats und Unterstützer wie Verdi zurück. Sie argumentieren, dass dieser Tag die Errungenschaften von Frauen in Politik, Wirtschaft und sozialem Fortschritt ehrt und gleichzeitig das Bewusstsein für anhaltende Ungerechtigkeiten schärft. Die Tradition reicht bis in die frühen Arbeiter- und Frauenbewegungen des 20. Jahrhunderts zurück, die für gleiche Rechte kämpften.
Der Petitionsausschuss des Landtages hat den Antrag nun zur Debatte in die für November geplante Plenarsitzung verwiesen. Dunja Borges, Landesvorsitzende von Verdi in Niedersachsen, bezeichnete die Prüfung als einen „entscheidenden Schritt“, um die Versprechen der Regierungskoalition einzulösen. Im Koalitionsvertrag heißt es bereits, dass weltliche Feiertage als „Momente gesellschaftlicher Reflexion und Würdigung demokratischer Leistungen“ dienen sollen. Wirtschaftliche Bedenken wegen eines weiteren feiertage wies Verdi zurück. Die Gewerkschaft verweist auf wissenschaftliche Studien, die keine direkten negativen Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum nachweisen. Friederike Wolf, Verdi-Landessekretärin für Frauenpolitik, ergänzte, dass Gleichberechtigung eine „Grundsäule einer starken Demokratie“ bleibe.
Die Entscheidung, den Vorschlag im November zu beraten, markiert eine wichtige Phase im Verfahren. Bei einer Annahme würde der 8. März in die Liste der offiziellen feiertage 2025 Niedersachsens aufgenommen und damit die Anerkennung von Frauenrechten und -leistungen institutionell verankert. Das endgültige Ergebnis hängt von der Abstimmung im Landtag ab.






