28 December 2025, 10:24

Neue Regeln stoppen willkürliche Kontosperren bei Facebook, TikTok & Co.

Nahaufnahme eines Ausweises mit amerikanischer Flagge und der Aufschrift "Critical Licence" auf der Vorderseite.

Neue Regeln stoppen willkürliche Kontosperren bei Facebook, TikTok & Co.

Neue Richtlinien sollen Nutzer vor ungerechtfertigten Kontosperrungen durch Online-Diensteanbieter schützen. Die Regeln zielen darauf ab, mehr Transparenz und Fairness zu gewährleisten, wenn Unternehmen wie Facebook, TikTok oder X den Zugang zu Konten einschränken. Verbraucherschutzorganisationen haben große Plattformen bereits vor überzogenen Sperren gewarnt.

Dienstanbieter müssen ihre Sperrregeln nun klar und verständlich in den Nutzungsbedingungen darlegen. Diese Regeln müssen fair, verhältnismäßig und leicht nachvollziehbar sein. Zulässige Gründe für eine Kontosperre sind unter anderem ausstehende Zahlungen, Vertragsverstöße, Sicherheitsrisiken oder rechtliche Vorgaben.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Bevor ein vollständiges Verbot verhängt wird, sollten Unternehmen zunächst mildere Maßnahmen prüfen. Warnungen, zeitweise Einschränkungen oder Teil sperrungen müssen als Alternativen in Betracht gezogen werden. Nutzer müssen zudem eine Benachrichtigung erhalten, in der der Grund für die Einschränkung sowie die rechtliche Grundlage genannt werden. Falls ein Konto gesperrt wird, wird Nutzern geraten, alle Kommunikation mit dem Anbieter zu dokumentieren. Sie sollten eine formelle Beschwerde oder einen Widerspruch einreichen und eine schriftliche Frist für eine Antwort setzen. Bei ungelösten Streitfällen können je nach Dienst unterschiedliche Stellen helfen: Bei Telekommunikationsproblemen ist die Bundesnetzagentur zuständig, Beschwerden im E-Commerce können über die EU-Plattform zur Online-Streitbeilegung eingereicht werden, während Bankkonflikte in den Zuständigkeitsbereich der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) fallen.

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen hat Facebook (Meta), TikTok (ByteDance) und X (ehemals Twitter) bereits vor übermäßigen Kontosperren gewarnt. Die Organisation betonte, dass Sperren den neuen Fairness-Standards entsprechen müssen.

Die aktualisierten Regeln verpflichten Anbieter, Sperren zu begründen und zunächst weniger schwere Maßnahmen zu prüfen. Nutzer haben nun klarere Möglichkeiten, ungerechtfertigte Sperren anzufechten – auch durch die Einschaltung von Aufsichtsbehörden. Die Änderungen sollen willkürliche Kontobeschränkungen bei digitalen Diensten verringern.