23 December 2025, 13:18

Neue Jobs für ehemalige Minister

Eine Frau steht an einem Podium mit zwei Flaggen und spricht in ein Mikrofon.

Neue Jobs für ehemalige Minister

Mehrere ehemalige deutsche Minister haben in den letzten Wochen neue Positionen übernommen. Ihre Karrierewechsel reichen von öffentlichem Dienst bis hin zur Privatwirtschaft. Die Personalrochaden haben bereits Debatten über politischen Einfluss und die Wahrnehmung verschiedener Sektoren ausgelöst.

Klara Geywitz, einst Bundesbauministerin, ist nun Vizepräsidentin des Bundesrechnungshofs. Ihre Ernennung markiert eine Rückkehr zu Kontrollaufgaben im öffentlichen Sektor.

Anne Spiegel, die ehemalige Bundesfamilienministerin, wird die Sozialpolitik der Region Hannover leiten. Mit über einer Million Einwohnern bietet das Gebiet eine bedeutende Plattform für ihre politische Erfahrung. Kritiker werfen jedoch vor, ihre Auswahl sei ein Zeichen politischer Vetternwirtschaft durch Steffen Krach, den scheidenden Regionspräsidenten.

Krach selbst bereitet sich auf eine neue Herausforderung vor: Er will bei der nächsten Kommunalwahl für die Berliner SPD kandidieren. Unterdessen haben in der vergangenen Woche keine Politiker der Linken neue Posten bekannt gegeben, und es gibt auch keine Berichte über aktuelle Tätigkeiten in neuen Funktionen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der ungewöhnlichste Wechsel stammt von Christian Lindner, dem ehemaligen Finanzminister und FDP-Vorsitzenden. Er ist beim Gebrauchtwagenhändler Autoland als stellvertretender Chef eingestiegen. Unterstützer loben den Schritt als gradlinig und erfrischend – passend zu seiner Leidenschaft für Autos. Kritiker von links hingegen spotten über die Entscheidung und deuten sie als Symbol für akademische Geringschätzung der Privatwirtschaft. Dabei betonen sie, dass Gebrauchtwagenhändler eine wichtige Rolle bei der Bereitstellung bezahlbarer Mobilität spielen, insbesondere in Regionen mit schlechtem ÖPNV-Angebot.

Diese Übergänge zeigen die unterschiedlichen Wege ehemaliger Amtsträger auf: Manche bleiben in der öffentlichen Verwaltung, andere wechseln in die Wirtschaft. Die Reaktionen darauf verdeutlichen die anhaltenden Spannungen zwischen politischen Lagern und ihren Ansichten über Karrierewege jenseits der Regierung.