Neubau der Carolabrücke startet noch diesen Monat – mehr Platz für Schiffe und Züge
Magdalena HertrampfNeubau der Carolabrücke startet noch diesen Monat – mehr Platz für Schiffe und Züge
Bauarbeiten an neuer Carolabrücke beginnen noch diesen Monat
Nach wiederholten Kollisionen, die die bestehende Carolabrücke schwer beschädigt haben, starten noch in diesem Monat die Bauarbeiten für eine neue Carolabrücke. Das 230-Millionen-Euro-Projekt soll die derzeitige Behelfsbrücke ersetzen, die den Schiffsverkehr einschränkt und nur flachgehenden Binnenschiffen die Durchfahrt ermöglicht.
Die aktuelle Carolabrücke wurde durch mehrere Unfälle so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass die Behörden auf eine provisorische Lösung angewiesen sind. Diese Übergangskonstruktion lässt sich für größere Schiffe nicht öffnen, was den Flussverkehr stark behindert. Die neue Carolabrücke wird dieses Problem lösen, indem sie die Durchfahrtsbreite auf mindestens 42 Meter erweitert.
Schnellere Umsetzung durch bewährtes Design Um die Bauzeit zu verkürzen, orientiert sich die neue Carolabrücke am Vorbild der Friesenbrücke, die derzeit über die Ems gebaut wird. Beide werden als Hubklappbrücken ausgeführt und nutzen ähnliche technische Lösungen, um Kosten zu sparen und Genehmigungsverfahren zu vereinfachen. Zudem wird die neue Carolabrücke 1,93 Meter höher sein als ihr Vorgänger, sodass sie seltener für durchfahrende Schiffe geöffnet werden muss.
Die Fertigstellung ist für Ende 2027 oder Anfang 2028 geplant. Während der Bauphase wird die geplante Bahntrasse leicht von der Behelfsbrücke versetzt, um den Zugverkehr ohne größere Einschränkungen aufrechterhalten zu können. Zum Vergleich: Die Friesenbrücke benötigte von der ersten Planung 1958 bis zur Fertigstellung 1963 fünf Jahre.
Verbesserte Schifffahrt und Bahnanbindung Nach Abschluss der Arbeiten wird die neue Carolabrücke sowohl die Schifffahrt als auch die Bahnverbindungen deutlich verbessern. Die höhere Durchfahrtshöhe und der breitere Kanal ermöglichen größeren Schiffen eine ungehinderte Passage. Durch die Übernahme eines bereits erprobten Designs lassen sich zudem lange Verzögerungen vermeiden.






