Mieterbund fordert Reform: Modernisierungskosten sollen einkommensabhängig verteilt werden
Magdalena HertrampfMieterbund fordert Reform: Modernisierungskosten sollen einkommensabhängig verteilt werden
Der Präsident des deutschen Mieterbunds hat die Bundesregierung aufgefordert, die Regelungen zur Verteilung der Modernisierungskosten zwischen Mietern zu reformieren. Axel Gedaschko kritisierte das aktuelle System als ungerecht und argumentierte, dass die Höhe der Beiträge sich am Einkommen der Haushalte orientieren sollte.
Nach der derzeitigen Rechtslage können Vermieter die vollen Kosten für Gebäudesanierungen gleichmäßig auf alle Mieter umlegen. Gedaschko verwies auf einen konkreten Fall, der das Problem verdeutliche: Eine alleinerziehende Krankenschwester und ein Doppelverdiener-Paar müssten nach einer Modernisierung dieselbe Mieterhöhung tragen. Dies bezeichnete er als ungerecht und forderte die regierende Koalition zum raschen Handeln auf.
Stattdessen schlug Gedaschko ein gestaffeltes Modell vor. Demnach sollten Mieter mit höherem Einkommen einen größeren Anteil der Modernisierungskosten übernehmen, um Haushalte mit geringeren Einnahmen zu entlasten. Er betonte, dass das bestehende System die finanziellen Unterschiede zwischen Mietern nicht berücksichtige.
Der Vorschlag des Mieterbunds sieht vor, die Mieterbeiträge an die Einkommensverhältnisse zu koppeln. Würde die Reform umgesetzt, trägen wohlhabendere Mieter einen größeren Teil der Kosten. Gedaschkos Appell setzt die Politik unter Druck, das Problem zu lösen, bevor weitere Mietpreiserhöhungen in Kraft treten.






