18 April 2026, 08:30

Metall- und Elektroindustrie in Bayern kämpft mit dramatischem Lehrlingsmangel

Altes Buch mit einem detaillierten Kartenbild von Bayern auf dem Cover, vor einem schwarzen Hintergrund.

Metall- und Elektroindustrie in Bayern kämpft mit dramatischem Lehrlingsmangel

Lehrlingszahlen in Bayerns Metall- und Elektroindustrie brachen 2023 stark ein

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Die Branche verzeichnete einen Rückgang um 11 Prozent bei neuen Ausbildungsverträgen – nur noch knapp 14.000 wurden im vergangenen Jahr abgeschlossen. Arbeitgeberverbände warnen, dass sich der Negativtrend 2024 um weitere 8 Prozent verschärfen könnte.

Der deutliche Einbruch steht im Kontrast zum Gesamttrend in Bayern: Über alle Branchen hinweg sank die Zahl der neuen Verträge lediglich um 1,1 Prozent auf rund 85.000 bis zum 30. September. Auch im Handwerk fiel der Rückgang deutlich geringer aus.

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Arbeitgeberverbände Bayme und vbm, schloss mangelndes Engagement der Unternehmen als Ursache aus. Stattdessen verwies er auf die konjunkturelle Schwäche und demografische Veränderungen. Fast die Hälfte der Betriebe (48,1 Prozent) klagte über zu wenige Bewerber, während 49,4 Prozent bei den Kandidaten fehlende Qualifikationen feststellten.

Brossardt kritisierte zudem die hohen betrieblichen Kosten in Deutschland. Er forderte die Bundesregierung auf, geplante Reformen zügig umzusetzen. Große Arbeitgeber in der Region – darunter Siemens, BMW, Audi und Airbus – sehen sich zunehmend mit Schwierigkeiten konfrontiert, Nachwuchskräfte zu gewinnen.

Der Rückgang bei den Ausbildungsplätzen in der Metall- und Elektroindustrie übertrifft den bayerischen Gesamtrend deutlich. Bei einer erwarteten weiteren Verschlechterung um 8 Prozent in diesem Jahr könnten sich die Rekrutierungsprobleme der Unternehmen verschärfen. Die Zukunft der Branche hängt davon ab, sowohl den Fachkräftemangel als auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu verbessern.

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