18 April 2026, 22:29

Merz löst mit Äußerungen zu Gewalt gegen Frauen Eklat im Bundestag aus

Drei Frauen sitzen an einem unordentlichen Tisch in einem raumähnlichen Setting und diskutieren.

Merz löst mit Äußerungen zu Gewalt gegen Frauen Eklat im Bundestag aus

Im Bundestag entbrannte eine hitzige Debatte über Gewalt gegen Frauen, bei der Bundeskanzler Friedrich Merz scharfe Kritik einstecken musste. Während einer Parlamentssitzung brachte Merz den Anstieg solcher Angriffe mit Zuwanderergemeinschaften in Verbindung. Seine Äußerungen lösten eine vehemente Gegenrede der Oppositionsführer aus, die ihm vorwarfen, Migranten pauschal an den Pranger zu stellen.

Der Wortwechsel begann, als Merz die zunehmende Gewalt gegen Frauen – sowohl im realen Leben als auch im Netz – verurteilte. Er behauptete, ein beträchtlicher Teil dieser Straftaten gehe auf das Konto von Zuwanderern. Seine Aussagen fielen während der Regierungsbefragung im Parlament.

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Matthias Miersch, Fraktionsvorsitzender der SPD, widersprach dem Kanzler umgehend. Er betonte, Gewalt gegen Frauen sei ein gesamtgesellschaftliches Problem und nicht an eine bestimmte Nationalität oder Religion gebunden. Miersch forderte, Opfer müssten unabhängig von der Herkunft der Täter geschützt werden.

Miersch ging noch weiter und warf Merz vor, Migranten einseitig herauszugreifen und damit das Problem zu vereinfachen. Stattdessen plädierte er für eine umfassendere Auseinandersetzung mit der Thematik, anstatt sie auf eine Gruppe zu reduzieren. Der SPD-Politiker kritisierte zudem, Merz' Reaktion sei im Kontext der Debatte unangemessen gewesen.

Die kontroverse Diskussion offenbarten tiefe Gräben darin, wie Deutschland mit Gewalt gegen Frauen umgehen soll. Mierschs Aussagen unterstrichen die Forderung nach Lösungen, die keine bestimmten Gemeinschaften stigmatisieren. Die Debatte endete ohne Einigung – die Abgeordneten bleiben uneins über Ursachen und Gegenmaßnahmen.

Quelle