Marion Wenzel erhält Elisabeth-Siegel-Preis für ihr Lebenswerk gegen Gewalt
Marion Wenzel erhält Elisabeth-Siegel-Preis für ihr Lebenswerk gegen Gewalt
Marion Wenzel ist mit dem Elisabeth-Siegel-Preis 2023 für ihr Lebenswerk in der Unterstützung von Gewaltüberlebenden ausgezeichnet worden. Die Ehrung würdigt ihre 43-jährige Tätigkeit in der Agentur für Arbeit Osnabrück, wo sie unzähligen Frauen und Kindern half, ihr Leben neu aufzubauen. Die Stadt ehrte ihr Engagement mit einer Feier, bei der die Cellistin Angelika Bönisch auftrat.
Wenzel begann ihre Arbeit in der Agentur 1985 als Sozialpädagogin. Selbst nach ihrem Ruhestand vor zwei Jahren blieb sie in Teilzeit aktiv und begleitete Betroffene auf ihrem Weg in Sicherheit und Selbstständigkeit. Ihr Ansatz war stets von Geduld und Respekt geprägt – sie übte nie Druck auf Frauen aus, die sich entschieden, bei ihren Peinigern zu bleiben oder zu ihnen zurückzukehren.
Über die Jahrzehnte setzte sie sich für strengere gesetzliche Schutzmaßnahmen gegen Gewalt und eine verlässliche Finanzierung von Beratungsstellen in der Arbeitsagentur Berlin, Stuttgart und Essen ein. Ihr Einsatz lenkte die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Nöte von Missbrauchsopfern und prägte Osnabrücks Umgang mit geschlechtsspezifischer Gewalt.
Der Elisabeth-Siegel-Preis wird alle zwei Jahre an Frauen verliehen, die sich für Gleichberechtigung und demokratische Werte einsetzen. In diesem Jahr war das Preisgeld erstmals mit 2.000 Euro dotiert. Wenzels Wirken wurde besonders für seinen nachhaltigen Einfluss auf das soziale und politische Leben der Stadt gewürdigt.
Die Auszeichnung unterstreicht Wenzels Rolle bei der Schaffung sicherer Perspektiven für Frauen und Kinder. Ihre Arbeit hat bleibende Spuren in Osnabrücks Unterstützungssystemen und im rechtlichen Schutz hinterlassen. Preisgeld und Anerkennung bekräftigen das Engagement der Stadt für ihre Mission.
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