07 April 2026, 15:07

Leerstehende Büros werden zu Wohnraum – mit bis zu 30.000 Euro Förderung pro Einheit

Farbcodierte Karte eines geplanten Wohnbaugebiets mit beschrifteten Abschnitten und Textdetails.

Leerstehende Büros werden zu Wohnraum – mit bis zu 30.000 Euro Förderung pro Einheit

Ein neues Regierungsprogramm bietet finanzielle Anreize, um leerstehende Büroggebäude in Wohnraum umzuwandeln. Investoren können Zuschüsse von bis zu 30.000 Euro pro Wohneinheit erhalten – ohne Rückzahlungspflicht. Das Förderprogramm richtet sich an Deutschlands sieben größte Städte, wo ungenutzter Büroraum Tausenden neuen Bewohnern ein Zuhause bieten könnte.

Fachleute schätzen, dass durch die Umnutzung leerstehender Büros in den Großstädten etwa 11.000 Wohnungen entstehen könnten. Unter optimalen Bedingungen ließe sich diese Zahl sogar auf bis zu 60.000 steigern. Das Programm zielt darauf ab, drei zentrale Probleme zu lösen: die hohen Leerstandsquoten zu verringern, den Wohnungsmangel zu lindern und klimafreundliche Sanierungen zu fördern.

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Doch es gibt weiterhin Hürden. Viele Büroggebäude sind nicht für Wohnzwecke konzipiert, sodass Umbauten oft kostspielige Anpassungen erfordern. Die in den letzten Jahren gestiegenen Baukosten haben zudem einige Projekte für Investoren weniger attraktiv gemacht. Ein weiteres Problem ist die Lage – manche Büroimmobilien liegen in Gebieten mit schlechter Infrastruktur und sind daher weniger für Wohnraum geeignet.

Um die Initiative zu unterstützen, hat die Regierung eine Förderobergrenze von 300.000 Euro pro Unternehmen festgelegt. Die Zuschüsse sollen einen Teil der finanziellen Risiken abfedern, die mit der Umwandlung von Gewerbeimmobilien in Wohnungen verbunden sind.

Das Programm bietet Entwicklern, die leerstehende Büros in Wohnraum verwandeln wollen, eine direkte finanzielle Förderung. Bei Erfolg könnte es dazu beitragen, die Wohnungsnachfrage zu decken und gleichzeitig den Leerstand bei Gewerbeimmobilien zu verringern. Langfristig wird sich zeigen, wie viele Investoren die Förderung nutzen und ob die umgewandelten Immobilien den Bedürfnissen der Bewohner gerecht werden.

Quelle