Landessozialgericht Niedersachsen sucht neue Präsidentin nach Digitalisierungsoffensive
Grzegorz LoosLandessozialgericht Niedersachsen sucht neue Präsidentin nach Digitalisierungsoffensive
Das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen sucht eine neue Führungskraft. Die Position der Präsidentin ist vakant, nachdem Katrin Rieke an das Oberlandesgericht Braunschweig gewechselt ist, um dort die Leitung zu übernehmen. Bis eine Nachfolge gefunden ist, wird Vizepräsidentin Lioba Huss die Geschäfte des Gerichts kommissarisch führen.
Mit Riekes Abgang endet eine Phase tiefgreifender Veränderungen für das Gericht. Unter ihrer Führung stellten alle Sozialgerichte in Niedersachsen auf digitale Akten um. Das Landessozialgericht selbst vollzog diesen Schritt als letztes im April 2024; seit Februar 2025 sind elektronische Akten dort rechtlich verbindlich.
In Riekes Amtszeit fielen zudem Bemühungen, den Personalbestand in der Justiz zu reduzieren. Nun muss die Präsidentschaft erneut besetzt werden. Das Gericht hat angekündigt, die Stelle erneut auszuschreiben, doch bisher wurden keine Kandidaten öffentlich genannt.
Während der Suche nach einer dauerhaften Lösung wird das Gericht interimistisch geleitet. Vizepräsidentin Lioba Huss übernimmt vorläufig die administrativen Aufgaben. Die nächste Präsidentin oder der nächste Präsident wird ein vollständig digitalisiertes System sowie laufende Personalanpassungen vorfinden.






