Krone-Gruppe kämpft mit Umsatzeinbruch und setzt auf Digitalisierung und Asien-Expansion
Franjo HandeKrone-Gruppe kämpft mit Umsatzeinbruch und setzt auf Digitalisierung und Asien-Expansion
Die Krone-Gruppe hat ein schwieriges Geschäftsjahr gemeldet: Der Gesamtumsatz sank um 7 % auf 2,26 Milliarden Euro. Noch deutlicher fiel der Gewinnrückgang aus – um 60 % auf 31,3 Millionen Euro –, da sich die Marktbedingungen in den wichtigsten Branchen verschärften.
Besonders betroffen war der Bereich Nutzfahrzeuge, dessen Umsatz um 12 % auf 1,389 Milliarden Euro einbrach. Die Sparte Landtechnik schnitt dagegen leicht besser ab und verzeichnete ein moderates Plus von 1,2 % auf 845,7 Millionen Euro. Dieser Bereich trägt nun rund 37 % zum Gesamtumsatz der Krone-Gruppe bei.
Auch geografisch verschoben sich die Absatzmuster. Der Anteil Deutschlands am Umsatz mit Landmaschinen schrumpfte auf 26,3 %, während Osteuropa und Nordamerika leichte Zuwächse verbuchten. Allerdings hat das Unternehmen keine Vergleichszahlen zur Nachfrage in wichtigen Märkten wie China und Indien im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie veröffentlicht.
Als Reaktion auf die Marktvolatilität setzt Krone auf Digitalisierung und Automatisierung. Mit diesen Investitionen sollen flexiblere Produktionslinien entstehen, die sich schneller an schwankende Nachfrage anpassen können. Bernard Krone, Vorsitzender des Aufsichtsrats, wies darauf hin, dass Landwirte und Händler aufgrund der Unsicherheit zunehmend kurzfristigere Investitionsentscheidungen träfen.
Für die Zukunft rechnet die Gruppe mit einer allmählichen Erholung des deutschen Landtechnikmarkts. Zudem laufen Pläne, die Position in Asien und Indien zu stärken, auch wenn konkrete Zeitpläne noch nicht genannt wurden.
Trotz des Abschwungs passt Krone seine Strategie an, um widerstandsfähiger zu werden. Der Ausbau digitaler und automatisierter Systeme soll die Produktion trotz unberechenbarer Nachfrage stabilisieren. Die Expansion in Asien und Indien bleibt Priorität, um die globalen Umsatzströme besser auszugleichen.






