26 June 2026, 00:26

Kleinbäuer:innen fordern dringend mehr Klimafinanzierung für ihre Existenzgrundlage

Blog 25. Juni, 2026
                
              
               Wie sich die Klimarisiken verschärfen, fordern Kleinbauern den direkten Zugang zu Finanzmitteln

Kleinbäuer:innen fordern dringend mehr Klimafinanzierung für ihre Existenzgrundlage

Bäuerliche Vertreter:innen aus ganz Afrika, Asien, Lateinamerika und dem Pazifikraum trafen sich im Rahmen der Tagung der Nebenorgane der UN-Klimarahmenkonvention in Bonn. Sie vertraten 95 Millionen Kleinbäuerinnen und Kleinbauern und forderten dringendes Handeln, um die Klimafolgen für die Landwirtschaft zu bekämpfen. Familienbetriebe erzeugen mehr als die Hälfte der weltweiten Nahrungskalorien, doch erhalten sie kaum direkte Klimafinanzierung.

Esther Penunia, Stephen Muchiri und Thomas Patriota schilderten die Herausforderungen, vor denen Familienbetriebe stehen. Sie wiesen auf schwankende Produktionskosten und die wachsende Bedrohung durch El Niño hin, das Regenfälle, Ernten, Viehbestände und Fischerei gefährdet. Diese Risiken bedrohen die Nahrungsmittelproduktion und die ländliche Existenzgrundlage.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Initiative Forest and Farm Facility hat bereits gezeigt, dass lokal geführte Lösungen Resilienz stärken und die biologische Vielfalt fördern können. Bäuerlich geprägte Ansätze wie agroökologische und naturverträgliche Methoden helfen Gemeinschaften, sich an den Klimawandel anzupassen. Dennoch fließen nur 0,36 Prozent der internationalen Klimafinanzierung für Anpassungsmaßnahmen direkt an Kleinbäuerinnen und Kleinbauern.

Das Bündnis Family Farmers for Climate Action schlug einen neuen Fonds vor, um diese Lücke zu schließen. Der Resilienz- und Ermächtigungsfonds für Bäuerinnen und Bauern würde Gelder direkt an Bauernorganisationen weiterleiten. Ein besserer Zugang zu Klimafinanzierung ist entscheidend, um widerstandsfähige Ernährungssysteme aufzubauen und die globalen Klimaziele zu erreichen.

Kleinbäuerinnen und Kleinbauern spielen eine zentrale Rolle für die globale Ernährungssicherheit, erhalten aber nur minimale Klimaförderung. Mehr direkte Unterstützung könnte ihre Fähigkeit stärken, Klimaschocks standzuhalten. Der vorgeschlagene Fonds zielt darauf ab, dass die Mittel dort ankommen, wo sie am dringendsten gebraucht werden.

Quelle