19 April 2026, 12:29

KI-Küchenroboter-Hersteller setzt trotz Verluste auf riskante Expansion

Eine detaillierte Linienzeichnung eines industriellen Fabrikinneren mit einer zentralen großen Maschine, umgeben von verschiedenen Geräten, Rohren, einer Tür, einem Wagen, einem Tisch, einem Stuhl, einer Tafel mit der Aufschrift "American Foundry Equipment Co, Indiana", Fenstern und Deckenleuchten.

KI-Küchenroboter-Hersteller setzt trotz Verluste auf riskante Expansion

Hersteller von Roboter-Küchen treibt Expansionspläne trotz finanzieller Schwierigkeiten voran

Trotz anhaltender finanzieller Probleme hält ein Hersteller von KI-gesteuerten Kochrobotern an seinen Wachstumsplänen fest. Das Unternehmen, dessen Aktienkurs in diesem Jahr um mehr als 53 Prozent eingebrochen ist, sichert sich weiterhin neue Verträge und Finanzmittel, um die Produktion auszubauen.

Erst kürzlich ging das Unternehmen eine Partnerschaft mit MMV Leasing ein, um Gastronomiebetrieben die Möglichkeit zu bieten, seinen CA-1-Roboter zu leasen. Damit soll die Technologie zugänglicher werden und die Verbreitung vorangetrieben werden. Die Produktion läuft bereits: Der Auftragsfertiger Celestica stellt die Geräte in vierstelliger Stückzahl her.

Um das weitere Wachstum zu finanzieren, nahm das Unternehmen rund 1,67 Millionen Euro über eine Mini-Anleihe ein. Zudem startete es ein American Depositary Receipt (ADR)-Programm, um die Sichtbarkeit bei US-Investoren zu erhöhen. Trotz dieser Maßnahmen bleibt die finanzielle Prognose schwach: Für 2025 rechnet das Unternehmen mit einem Betriebsverlust von 15 Millionen Euro bei nur 250.000 Euro Umsatz.

Laut eigenen Angaben beläuft sich der theoretische Auftragsbestand auf 1,6 Milliarden Euro. Bisher konnten jedoch nur wenige dieser Vorabsprachen in verbindliche Verträge umgewandelt werden. Auf einem anstehenden Investorentag in München will das Unternehmen seine Strategie vorstellen, um aus den Absichtserklärungen feste Aufträge zu machen. Unterdessen testen die Bundeswehr die autonomen Kochsysteme, und ein Liefervertrag mit den ukrainischen Streitkräften ist bereits unterzeichnet.

Für 2026 prognostiziert der Hersteller einen Umsatz von 44 bis 55 Millionen Euro – ein deutlicher Wendepunkt im Vergleich zur aktuellen finanziellen Lage.

Das Unternehmen balanciert zwischen ehrgeizigen Expansionszielen und einer schwierigen wirtschaftlichen Ausgangslage. Partnerschaften, Militärverträge und Leasingoptionen deuten auf Vertrauen in die langfristige Nachfrage hin. Doch ob die prognostizierten Umsätze in den kommenden Jahren tatsächlich realisiert werden, bleibt für Investoren eine entscheidende Frage.

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