25 June 2026, 14:24

Islamfeindliche Angriffe in Deutschland erreichen 2025 traurigen Höchststand

Angriffe auf Muslime nehmen zu

Islamfeindliche Angriffe in Deutschland erreichen 2025 traurigen Höchststand

Ein neuer Bericht offenbart einen drastischen Anstieg islamfeindlicher Vorfälle in ganz Deutschland. Im Jahr 2025 stiegen die registrierten Fälle im Vergleich zum Vorjahr um fast ein Drittel auf 4.096 an. Die Interessenvertretung Claim fordert nun strengere Schutzmaßnahmen und einen nationalen Gedenktag.

Zu den Vorfällen im Jahr 2025 zählten zwei Tötungsdelikte, 214 körperliche Angriffe, 320 Fälle von Sachbeschädigung und fünf Brandanschläge. Beleidigungen machten mit über 60 Prozent den Großteil der Fälle aus, wobei Frauen in 64,5 Prozent aller gemeldeten Vorfälle gezielt angegriffen wurden. Im Februar wurden in Berlin zwei jugendliche Mädchen mit Kopftuch Opfer eines Angriffs.

Eine Umfrage unter 468 Muslimen ergab, dass jeder zweite Deutsche islamfeindliche Ansichten unterstützt. Diskriminierungserfahrungen gab es auch im Umgang mit Behörden: 44 Prozent berichteten von Vorurteilen in Jobcentern, 55 Prozent in Ausländerbehörden. Dennoch erstatteten laut einer EU-Studie nur 4 Prozent der Betroffenen offiziell Anzeige.

Claim schlägt den 1. Juli als nationalen Gedenktag für die Opfer islamfeindlicher Gewalt vor. Die Organisation drängt die Behörden, die Unterstützung für Betroffene zu verbessern. Die Zahlen zeigen ein wachsendes Problem – die Vorfälle werden häufiger und brutaler.

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