IG BCE fordert längeres Arbeitslosengeld für ältere Beschäftigte über 50
Gewerkschaftschef fordert verlängerte Arbeitslosengeldleistungen - IG BCE fordert längeres Arbeitslosengeld für ältere Beschäftigte über 50
Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) hat längere Arbeitslosenunterstützung für ältere Beschäftigte gefordert. Auf ihrem Kongress in Hannover sprach sich die Gewerkschaft dafür aus, die Leistungen auszuweiten statt zu kürzen. Über 400 Delegierte kamen zusammen, um über die künftige Ausrichtung der IG BCE zu beraten.
Aktuell erhalten die meisten Arbeitnehmer bis zu zwölf Monate Arbeitslosengeld. Beschäftigte ab 50 Jahren haben Anspruch auf eine leicht verlängerte Unterstützung, mit maximal 24 Monaten für Arbeitnehmer ab 58 Jahren. IG-BCE-Vorsitzender Michael Vassiliadis argumentierte, dass Arbeitnehmer über 50 mit mindestens 20 Beitragsjahren Anspruch auf mindestens 36 Monate Leistungen haben sollten.
Er bestritt zudem, dass geschonte Vermögenswerte älterer Arbeitnehmer angetragen werden sollten – selbst wenn diese auf bedarfsgeprüfte Sozialhilfe angewiesen sind. Vassiliadis, der mit 95 Prozent der Delegiertenstimmen für eine weitere vierjährige Amtszeit wiedergewählt wurde, begründete diese Forderungen auf der Veranstaltung. Die Gewerkschaft vertritt bundesweit über 570.000 Mitglieder.
Während des Kongresses wurde keine konkrete Person namentlich genannt, die formal eine Alternative zu den vorgeschlagenen Reformen vorgelegt hätte.
Der Vorschlag der IG BCE würde die Arbeitslosenunterstützung für ältere Beschäftigte deutlich ausweiten. Falls umgesetzt, würden die Änderungen vor allem Langzeitbeitragszahlern zugutekommen. Die Position der Gewerkschaft spiegelt die Sorge um die finanzielle Absicherung älterer Arbeitnehmer in unsicheren Wirtschaftszeiten wider.
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