Helmstedt gedenkt mit zwei neuen Stolpersteinen an NS-Opfer Berta und Eilhard Henschel
Helmstedt gedenkt mit zwei neuen Stolpersteinen an NS-Opfer Berta und Eilhard Henschel
Am 10. November 2024 werden in Helmstedt zwei neue Stolpersteine verlegt. Die kleinen Messingtafeln erinnern an Berta und Eilhard Henschel, Opfer des NS-Regimes. Die feierliche Enthüllung ist der jüngste Beitrag des städtischen Gedenkprojekts, das seit 2011 insgesamt 20 solche Steine gesetzt hat.
Die Verlegung beginnt um 12:30 Uhr in der Henkestraße vor den Häusern 8–9. Während der Veranstaltung wird der Verkehr teilweise eingeschränkt, eine Fahrspur bleibt jedoch für Fahrzeuge geöffnet. An der Zeremonie werden sich Schülerinnen und Schüler aus der Region beteiligen, organisiert von der Stolpersteine-Projektgruppe unter der Leitung von Susanne Weihmann.
Weihmann koordiniert die Helmstedter Stolperstein-Initiative seit 2008. Unter ihrer Ägide wurden in der Region bereits über 200 Steine verlegt, jeder von ihnen erinnert an ein Opfer des Holocaust. Ihre Arbeit umfasst die Recherche zu den Verfolgten, die Abstimmung mit dem Künstler Gunter Demnig sowie die Sicherung der Finanzierung für die Gedenktafeln. Die letzte Verlegung fand am 4. März 2024 in der Neumärker Straße 38 statt – dort wurde der Familie Lippmann/Rosemann gedacht. Mit diesem Engagement setzt die Stadt ihr Bekenntnis zur Erinnerungskultur fort.
Die Veranstaltung am 10. November bringt die Gesamtzahl der Helmstedter Stolpersteine auf 22. Die Tafeln dienen als dauerhafte Mahnmale für die Menschen, die unter der NS-Herrschaft verfolgt wurden. Die Organisatoren hoffen, dass die Zeremonie zur Auseinandersetzung mit der Stadtgeschichte und dem Gedenken an die Opfer anregt.
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