Güterzugverspätungen bedrohen deutsche Schlüsselindustrien mit Milliardenverlusten
Franjo HandeGüterzugverspätungen bedrohen deutsche Schlüsselindustrien mit Milliardenverlusten
Wichtige deutsche Industriezweige stehen wegen anhaltender Güterzugverspätungen im Netz der Deutschen Bahn vor Milliardenverlusten. Die Störungen zwingen große Unternehmen, die Produktion zu drosseln und Lieferketten umzustellen.
Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) fordert die Deutsche Bahn auf, Güterzüge vorrangig zu behandeln. Diese Forderung kommt, während die Verspätungen weiterhin kritische Branchen belasten.
Besonders hart trifft es die Stahlindustrie, die zur Hälfte auf den Schienentransport angewiesen ist. Unternehmen wie Salzgitter und ArcelorMittal haben ihre Produktion wegen der Bahnprobleme bereits reduziert. Auch die Chemieindustrie kämpft mit den Folgen: Verspätete Rohstofflieferungen und begrenzte Lagerkapazitäten behindern den Betrieb.
Die Automobilhersteller verzeichnen einen Rückgang der verfügbaren Transportkapazitäten auf der Schiene. Viele sind daher auf den Straßenverkehr ausgewichen, um Lieferungen aufrechtzuerhalten.
Die anhaltenden Zugverspätungen kosten die deutsche Wirtschaft Milliarden. Ohne Verbesserungen dürften Produktionskürzungen und logistische Umstellungen anhalten. Die Dringlichkeit einer Lösung unterstreicht der VCI mit seiner Forderung nach Priorisierung der Güterzüge.
