Grevenbroichs Bürgermeister fordert Senkung der Kreisumlagen für finanzielle Entlastung
Grzegorz LoosGrevenbroichs Bürgermeister fordert Senkung der Kreisumlagen für finanzielle Entlastung
Grevenbroichs Bürgermeister Klaus Krützen fordert Entlastung der Kommunen im Rhein-Kreis Neuss
Bürgermeister Klaus Krützen (Grevenbroich) hat den Rhein-Kreis Neuss aufgefordert, den finanziellen Druck auf seine Städte und Gemeinden zu verringern. Der Appell kommt zu einer Zeit, in der steigende Kreisumlagen die Haushalte der Kommunen belasten und sowohl grundlegende Dienstleistungen als auch zukünftige Investitionen gefährden. Krützen betont, dass eine engere Zusammenarbeit notwendig sei, um die Finanzierung auf regionaler und kommunaler Ebene zu sichern.
Jährlich müssen die Städte und Gemeinden im Rhein-Kreis Neuss einen festen Beitrag – die sogenannte Kreisumlage – an den Kreis abführen. Diese Abgabe finanziert zwar regionale Aufgaben, entzieht den Kommunen jedoch Mittel für lokale Prioritäten wie Schulen, Straßen und Sozialprogramme. Seit 2019 ist die Pro-Kopf-Belastung kontinuierlich gestiegen: von etwa 380 Euro auf voraussichtlich rund 520 Euro im Jahr 2024, mit jährlichen Erhöhungen zwischen fünf und zehn Prozent. Besonders betroffen sind kleinere Kommunen wie Dormagen, Grevenbroich und Neukirchen-Vluyn, die aufgrund eines höheren Anteils an Haushalten mit geringem Einkommen und der Unterbringung von Geflüchteten stärker belastet werden.
Für das Jahr 2026 reichen die prognostizierten Gewerbesteuereinnahmen Grevenbroichs voraussichtlich nicht aus, um die fällige Kreisumlage vollständig zu decken – die Haushaltslage der Stadt verschärft sich damit weiter. Krützen bezeichnet die steigenden Abgaben als wachsende Bedrohung für die kommunale Selbstverwaltung. Sie untergraben seiner Meinung nach Demokratie, sozialen Zusammenhalt und Lebensqualität. Er unterstützt daher die Forderung kommunaler Spitzenverbände nach einem verbindlichen Sparziel im Kreishaushalt, um die Belastung für die Städte zu begrenzen.
Als Lösung schlägt Krützen ein verbindliches Einsparziel von zwei Prozent für den Kreis vor. Dies sei ein fairer, solidarischer Ansatz, um die Kosten gerechter zu verteilen. Ohne solche Maßnahmen, so seine Warnung, werde es für die Kommunen zunehmend schwieriger, ihre Dienstleistungen aufrechtzuerhalten oder zukünftige Projekte zu finanzieren.
Seit 2019 hat sich die Kreisumlage pro Einwohner mehr als verdoppelt und stellt die kommunalen Finanzen vor große Herausforderungen. Mit seiner Forderung nach einem Sparziel will Krützen die Haushalte stabilisieren und essenzielle Leistungen schützen. Die weitere Entwicklung wird zeigen, wie gut es dem Rhein-Kreis Neuss und seinen Kommunen gelingt, regionale und lokale Bedürfnisse in den kommenden Jahren in Einklang zu bringen.






