06 February 2026, 01:10

Göttingens Theater bekommt 168-Millionen-Euro-Sanierung ohne Ausweichspielstätte

Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung des Reichshallen-Theaters in Berlin, Deutschland, zeigt das Auditorium mit Sitzreihen, Säulen und einer Decke, mit Text unten.

Göttingens Theater bekommt 168-Millionen-Euro-Sanierung ohne Ausweichspielstätte

Der Stadtrat von Göttingen hat einen dreistufigen Sanierungsplan für das Theater im Februar 2026 verabschiedet. Das Projekt zielt darauf ab, den historischen Veranstaltungsort zu modernisieren und dabei Haushaltszwänge mit kulturellen Anforderungen in Einklang zu bringen. Drei mögliche Ansätze wurden ausgearbeitet, wobei sich eine Variante als besonders praxistauglich herauskristallisiert hat.

Die Wolff-Gruppe stellte drei Sanierungskonzepte für das Theater vor, die jeweils strukturelle und betriebliche Herausforderungen berücksichtigen. Nach Prüfung wurde Option 2 als die kostengünstigste Lösung identifiziert. Dieser Ansatz sieht den Bau eines zweiten Spielorts neben den bestehenden Werkstätten vor und macht so eine vorübergehende Ausweichspielstätte überflüssig.

Die geschätzten Gesamtkosten für Option 2 belaufen sich auf knapp 168 Millionen Euro. Diese Summe berücksichtigt Inflationsanpassungen sowie eine eingeplante Risikoreserve. Das Konzept umfasst zudem die Modernisierung der technischen Infrastruktur, die Verlegung der Werkstätten und die Schaffung eines neuen Blackbox-Theaters.

Stadtplanungsdirektor Frithjof Look warnte, dass Untätigkeit keine Option sei. Er verwies auf Sicherheitsrisiken, steigende Kosten und die Notwendigkeit eines langfristigen Masterplans. Oberbürgermeisterin Petra Broistedt unterstützte diese Einschätzung und betonte, wie wichtig es sei, Landes- und Bundesfördergelder zu akquirieren, um die finanzielle Belastung zu verringern.

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Kulturdezernentin Anja Krause hob die Bedeutung des Theaters für die kulturelle Identität Göttingens hervor. Sie argumentierte, dass die bevorzugte Variante dessen Zukunft sichere und gleichzeitig die Möglichkeiten für Aufführungen und Bürgerbeteiligung erweiterte. Die Vorschläge werden nun dem Sanierungsbeirat des Theaters am 5. Februar 2026 sowie dem Bauausschuss am 19. Februar 2026 zur Prüfung vorgelegt.

Der gewählte Sanierungsplan verzichtet auf eine interimistische Spielstätte und konzentriert sich auf nachhaltige Verbesserungen. Mit einem Budget von fast 168 Millionen Euro werden die technische Infrastruktur des Theaters modernisiert und neue Spielräume geschaffen. Die endgültigen Entscheidungen liegen bei Beirat und Bauausschuss zu Beginn des kommenden Jahres.