Göttingen gewinnt zweiten Platz beim Klimapreis für innovativen Hochwasserschutz
Franjo HandeGöttingen gewinnt zweiten Platz beim Klimapreis für innovativen Hochwasserschutz
Die Stadt Göttingen und der Abfallwirtschaftsbetrieb Göttingen (GEB) haben den zweiten Platz beim bundesweiten Klimapreis errungen. Die Auszeichnung, verliehen vom Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DWA), würdigt ihr Engagement bei der Vorbereitung auf Starkregenereignisse. Damit werden ihre Bemühungen im Hochwasserschutz bereits zum vierten Mal offiziell geehrt.
Im Mittelpunkt des prämierten Projekts steht die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger bei der Vorbereitung auf Extremwetter. Ein zentrales Element ist eine öffentlich zugängliche Starkregengefahrenkarte, die überflutungsgefährdete Gebiete in Göttingen aufzeigt. Grundstückseigentümer können zudem beim GEB individuelle Risikobewertungen anfordern.
Über die Kartierung hinaus bietet die Initiative kostenlose Vor-Ort-Beratungen sowie finanzielle Förderung für Vorsorgemaßnahmen an. Die Mittel stammen aus dem Göttinger Klimafonds, der unter anderem den Einbau von Hochwasserschutzbarrieren oder die Verbesserung von Entwässerungssystemen unterstützt. Die DWA lobte besonders die Innovationskraft, Übertragbarkeit und Wirksamkeit des Projekts, das nicht nur Treibhausgasemissionen reduziert, sondern auch die Anpassung an Klimafolgen vorantreibt.
Der DWA, ein Fachverband mit rund 14.000 Mitgliedern, setzt sich bundesweit für eine nachhaltige Wasser- und Abfallwirtschaft ein. Mit dem Klimapreis zeichnet er Lösungen aus, die Umweltschutz mit praxisnahen und skalierbaren Ansätzen verbinden. Das Göttinger Modell überzeugte durch seine bürgernahe Strategie und messbaren Erfolge.
Die Auszeichnung unterstreicht das anhaltende Engagement Göttingens für Klimaresilienz. Die Bürger verfügen nun über klarere Instrumente, um Risiken einzuschätzen und Unterstützung zu erhalten. Mit bereits vier Auszeichnungen setzen die Stadt und der GEB weiterhin Maßstäbe in der lokalen Hochwasservorsorge.






