29 June 2026, 12:44

Gipsabbau bei Würzburg: Regierung sieht beherrschbare Risiken – trotz Proteste

Hürde auf dem Weg zu neuem Gipsbergwerk genommen

Gipsabbau bei Würzburg: Regierung sieht beherrschbare Risiken – trotz Proteste

Die Regierung von Unterfranken hat das Gipsabbauprojekt des Konzerns Knauf in der Nähe von Würzburg geprüft. Ihr Fazit: Der Betrieb berge keine unkontrollierbaren Risiken – vorausgesetzt, es werden strenge Auflagen eingehalten. Das Gebiet ist von zentraler Bedeutung für die Trinkwasserversorgung Würzburgs und der umliegenden Gemeinden.

Knauf plant, über einen Zeitraum von 50 Jahren unterirdische Gipsvorkommen abzubauen und dabei jährlich eine Million Tonnen zu fördern. Das Unternehmen begrüßte die Einschätzung der Regierung als eine weitere fachliche Bestätigung für das Vorhaben.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

An der Prüfung waren 79 Behörden beteiligt, die rund 4.300 Einwendungen aus der Bevölkerung auswerteten. Zudem sammelte eine Online-Petition gegen das Projekt über 5.600 Unterschriften. Trotz der Bedenken verweist die Bewertung auf ein verbleibendes, aber als beherrschbar eingestuftes Restrisiko – bei einem Absinken des Grundwasserspiegels müsste der Abbau gestoppt werden.

Die Grünen kritisierten die Einschätzung scharf. Sie werfen der Regierung vor, die Gefahren für die Trinkwasserversorgung falsch einzuschätzen. Die endgültige Entscheidung über die Genehmigung liegt nun beim Bergamt Nordbayern, das bis Ende des Jahres eine Stellungnahme abgeben soll.

Damit das Projekt umgesetzt werden kann, muss Knauf strenge Auflagen erfüllen. Bei einer Genehmigung würde der Abbau ein halbes Jahrhundert lang unter engmaschiger Überwachung stattfinden. Die Entscheidung der Behörde wird zeigen, ob das Vorhaben Realität wird.

Quelle