08 February 2026, 15:34

Gedenkmarsch von Bremen nach Sandbostel ehrt Opfer der NS-Todesmärsche

Ein Denkmal auf einem Friedhof mit einer Karte darauf, umgeben von Blumensträußen und anderen Gegenständen, mit Gräbern, Bäumen, Gebäuden und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund, das das Grab eines deutschen Soldaten markiert, der im Zweiten Weltkrieg getötet wurde.

Gedenkmarsch von Bremen nach Sandbostel ehrt Opfer der NS-Todesmärsche

Rund 3.000 Menschen nahmen letzte Woche an einem viertägigen Gedenkmarsch von Bremen nach Sandbostel teil. Die Veranstaltung ehrte die Opfer der "Todesmärsche" gegen Ende des Zweiten Weltkriegs, die sich in derselben Region ereignet hatten. Die Organisatoren wollten das Gedenken an diese Gräueltaten wachhalten – Verbrechen, die sich "direkt vor unserer Haustür" zugetragen hätten.

Der Marsch begann am Mahnmal Bunker Valentin in Bremen-Farge, wo sich fast 1.000 Teilnehmer versammelten. Darunter waren Schulklassen und Studierende aus Frankreich, die die erste Etappe der Strecke mitgingen.

Am zweiten Tag schloss sich Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens für einen Abschnitt dem Marsch an. Sie sprach mit den Teilnehmenden, darunter auch der Zeitzeuge Johann Dücker, der später an der Einweihung einer neuen Gedenkstele auf dem Volkmarster Friedhof teilnahm. Dücker berichtete während der Zeremonie von seinen eigenen Erlebnissen während der Todesmärsche.

Unterwegs wurden drei weitere Gedenkstelen enthüllt, sodass nun insgesamt 13 Standorte an den Marsch von 1945 erinnern. Ein bereits bestehendes Mahnmal, das Todesmarschdenkmal in Landsberg an der neuen Bergstraße, war 1996 zur Erinnerung an einen dokumentierten Todesmarsch errichtet worden.

Die Veranstaltung wurde von der Landeszentrale für politische Bildung Bremen, der Gedenkstätte Sandbostel und der örtlichen Polizei koordiniert. Auch Angehörige von KZ-Häftlingen, wie Ilana McCorquodale aus Australien, nahmen teil.

Bis zu 345 Teilnehmer erreichten die letzte Etappe bis zur Gedenkstätte Sandbostel. Eine Abschlussveranstaltung folgte, an der geladene Gäste und Familien von Überlebenden teilnahmen.

Der Marsch brachte Menschen aus verschiedenen Stadtteilen und Institutionen zusammen, um aus der Geschichte zu lernen. Neue Gedenkstätten markieren nun die Route und sorgen dafür, dass die Verbrechen des Nationalsozialismus sichtbar bleiben. Die Organisatoren betonten, wie wichtig aktives Erinnern sei, um zu verhindern, dass solche Gräueltaten in Vergessenheit geraten.

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