27 January 2026, 05:16

GdP Niedersachsen feiert Sieg gegen Kennzeichnungspflicht – Grüne in der Kritik

Eine Gruppe von Polizisten in Uniform steht vor einer Menge von Menschen in schwarzen Uniformen und Masken, mit einer Brücke und einem Gebäude im Hintergrund, während einer Demonstration in einer Stadt.

GdP Niedersachsen feiert Sieg gegen Kennzeichnungspflicht – Grüne in der Kritik

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Niedersachsen hat die jüngste Haltung des Landesinnenministeriums zu den Dienstausweis-Regelungen begrüßt. Die Gewerkschaft sieht in der Entscheidung eine Bestätigung ihrer langjährigen Ablehnung zusätzlicher Kennzeichnungspflichten für Beamte. Gleichzeitig hat die Kehrtwende Kritik an der Polizeipolitik der Grünen ausgelöst.

Der Streit entzündete sich an einem Vorstoß von SPD und Grünen, die strengere Vorschriften zur Identifizierung von Polizist:innen durchsetzen wollten. Die GdP Niedersachsen hatte den Plan wiederholt als überflüssig und ideologisch motiviert abgelehnt. Unterstützung erhielt sie dabei vom Landespolizepräsidenten Axel Brockmann, der betonte, es bestehe "kein Bedarf" für weitere Kennzeichnungspflichten.

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Innenministerin Daniela Behrens (SPD) und ihr Ministerium lehnten das Vorhaben schließlich in einer Stellungnahme ab. Der GdP-Landesvorsitzende Patrick Seegers lobte die "klare und fachliche" Haltung der Ministerin und erklärte, diese habe sich damit gegen Druck aus den Reihen der Koalitionspartner durchgesetzt. Die Entscheidung lenkte zudem den Blick auf grundsätzliche Spannungen: Polizeiexpert:innen werfen den Grünen vor, ein misstrauisches Verhältnis zur Exekutive zu pflegen. Seegers dankte Behrens ausdrücklich und unterstrich, die Entscheidung orientiere sich an "praktischen polizeilichen Erfordernissen" statt an politischer Ideologie. Die Gewerkschaft forderte SPD und Grüne nun auf, den Vorschlag vollständig fallen zu lassen.

Mit der Ablehnung verschärfter Ausweisregeln folgt das Innenministerium der Argumentation der GdP. Polizeiführung und Fachleute bestätigen, dass die bestehenden Vorschriften ausreichen. Die Debatte offenbart die anhaltenden Konflikte zwischen Sicherheitsbehörden und Parteien über die Polizeipolitik in Niedersachsen.