Gary Lineker wechselt zu Netflix – und kritisiert BBCs Sparmaßnahmen bei der WM
Elfie ZiegertGary Lineker wechselt zu Netflix – und kritisiert BBCs Sparmaßnahmen bei der WM
Die BBC hat ihre Pläne für die WM-Berichterstattung zurückgeschraubt und wird Experten erst ab dem Viertelfinale vor Ort einsetzen. Diese Kostensenkungsmaßnahme hat Kritik von Gary Lineker ausgelöst, der stattdessen eine tägliche Netflix-Sendung aus New York moderieren wird. Derweil äußert sich der ehemalige englische Stürmer auch zu den Problemen von Real Madrid und einer möglichen Rückkehr von José Mourinho.
Lineker wird während des Turniers den Podcast The Rest is Football auf Netflix präsentieren. Seine Show wird täglich ausgestrahlt und bietet Analysen und Reaktionen aus den USA – nicht wie sonst aus dem BBC-Studio in Salford. Die Entscheidung des Senders, Reisen einzuschränken, hat Lineker verärgert, der die Regelung für die Fans als "enttäuschend" bezeichnete.
An seiner Seite werden Alan Shearer und Micah Richards die englische Mannschaft begleiten. Dass das Trio in der frühen Turnierphase bei der BBC fehlt, stellt einen Bruch mit früheren Turnieren dar. Lineker, der im vergangenen Jahr nach einer Antisemitismus-Kontroverse kurzzeitig vom Sender suspendiert worden war, arbeitet nun vor allem für eine Konkurrenzplattform.
Jenseits der WM äußerte sich Lineker auch zur Saison von Real Madrid. Die spanischen Rekordmeister blieben ohne Titel, was den Druck auf Trainer Álvaro Arbeloa erhöht. Lineker hält eine Rückkehr von José Mourinho an die Bernabéu für wahrscheinlich. Allerdings gab er zu, dass er bis heute nicht verstehe, warum der portugiesische Taktiker vor über einem Jahrzehnt den Kontakt zu ihm abgebrochen habe.
Die reduzierte BBC-Präsenz bei der WM unterstreicht die finanziellen Zwänge des Senders, während Linekers Netflix-Deal eine neue Richtung für seine Expertenrolle weist. Die Zukunft von Real Madrids Trainerposition bleibt ungewiss – Mourinhos Name ist erneut im Gespräch. Das Turnier wird sowohl den Ansatz des Senders als auch den Einfluss des Ex-Stürmers in einer sich wandelnden Medienlandschaft auf die Probe stellen.






