21 March 2026, 12:28

Frauenpfahl am Bodensee: Wo grausame Hexenprozesse und Geisterlegenden bis heute schauern lassen

Schwarzes und weißes Foto eines Friedhofs mit einem See im Hintergrund, umgeben von Bäumen und Gebäuden, unter einem bewölkten Himmel mit Text unten.

Frauenpfahl am Bodensee: Wo grausame Hexenprozesse und Geisterlegenden bis heute schauern lassen

Der Bodensee und seine unheimlichen Legenden

Der Bodensee ist seit langem für seine gespenstischen Sagen und düstere Vergangenheit bekannt – besonders zur Halloween-Zeit. Einer der schauerlichsten Orte ist der Frauenpfahl, ein schlichter Holzpfahl mit einer weißen Gitterkugel an der Spitze. Hinter diesem unscheinbaren Zeichen verbirgt sich eine grausame Geschichte: Hier wurden einst Frauen, die des Diebstahls, der Untreue oder anderer Vergehen beschuldigt wurden, durch Ertränken hingerichtet.

Der Name Frauenpfahl leitet sich vom deutschen Begriff "Frauenpfahl" ab – ein Hinweis auf seine Verwendung in mittelalterlichen Hexenprozessen. Die angeklagten Frauen wurden oft in Säcke genäht, zusammen mit Tieren wie Katzen, Schlangen oder anderen Kreaturen, bevor man sie in den See warf. Ein dokumentierter Fall betrifft Apollonia, eine Diebin, die am 9. November 1532 hier ihr Leben verlor.

Eine lokale Legende verstärkt den unheimlichen Ruf des Ortes: Eine junge Frau, die wegen eines unbekannten Verbrechens zum Tode verurteilt worden war, wurde zum Frauenpfahl gebracht, als plötzlich die Glocken des Reichenauer Münsters läuteten. Statt hingerichtet zu werden, kam sie in Allensbach frei – und der Seeabschnitt, an dem dies geschah, erhielt den Namen Gnadensee. Eine andere Erzählung berichtet von einer Frau, die mit ihrem Baby über den See schwamm, um im Kloster Schutz zu suchen, doch stattdessen zum Tode verurteilt wurde.

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Heute ist der Frauenpfahl ein zentraler Anziehungspunkt für Halloween-Besucher. Abendliche Führungen am Ufer erzählen von seiner Geschichte, während nahegelegene Sehenswürdigkeiten wie der Konstanzer Münster und die Blumeninsel Mainau zusätzliche herbstliche Aktivitäten bieten. Wer sich nach Einbruch der Dunkelheit auf den Weg macht, sollte warme Kleidung und eine Taschenlampe mitnehmen.

Ein Besuch in einem der gemütlichen Konstanzer Cafés rundet das Erlebnis ab. Die Mischung aus Geschichte, Legenden und herbstlicher Atmosphäre macht den Bodensee zu einem unvergesslichen Halloween-Ziel.

Der Frauenpfahl steht als mahnendes Denkmal der Region – und zieht jedes Jahr zur Halloween-Zeit neugierige Besucher an. Mit seinen Geistergeschichten, geführten Touren und nahen Attraktionen bietet der Bodensee eine einzigartige Art, die gruselige Jahreszeit zu begehen. Wer hierherkommt, nimmt nicht nur ein Stück Geschichte mit, sondern auch die schauerlichen Erzählungen, die sich um seine Gewässer ranken.

Quelle