02 May 2026, 06:29

Experten warnen: Deutschland muss sich auf Trumps USA-Politik einstellen

Karte veranschaulicht die Erweiterung der NATO von 1949 bis heute, mit farblich kodierten Regionen nach Jahr des Beitritts und erklärendem Text oben.

Experten warnen: Deutschland muss sich auf Trumps USA-Politik einstellen

Zwei führende Außenpolitiker haben Deutschland aufgefordert, sich auf eine Veränderung der Beziehungen zu den USA unter Präsident Donald Trump einzustellen. Christoph Heusgen, ehemaliger Berater von Angela Merkel, und Philip Murphy, früherer US-Botschafter, warnen, Trumps Herangehensweise behandle Europa eher als Gegner denn als Verbündeten. Ihre Äußerungen fallen kurz vor den US-Zwischenwahlen, bei denen sie erwarten, dass Erfolge der Demokraten die transatlantischen Beziehungen neu prägen könnten.

Heusgen und Murphy kritisierten Trumps Außenpolitik scharf und argumentieren, sie schwäche das Engagement der USA für die NATO. Zudem werfen sie dem Präsidenten vor, demokratische Kontrollmechanismen zu untergraben, indem er die Justiz unter Druck setze und den Kongress ausgrenze. Besonders besorgniserregend sei auch die Handelspolitik, wo Trumps einseitige Maßnahmen die EU-US-Beziehungen belasteten.

Das Duo zeigte sich zuversichtlich, dass die Demokraten bei den November-Wahlen die Mehrheit im Repräsentantenhaus zurückerobern werden. Ein Sieg der Demokraten, so ihre Einschätzung, könnte dazu führen, dass ein künftiger Präsident das transatlantische Bündnis erneuert und in Handelsfragen kooperativer mit Europa zusammenarbeitet.

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Über die Wahlprognosen hinaus schlagen Heusgen und Murphy eine neue Strategie für Deutschland vor. Sie fordern Berlin auf, sich für einen halbpermanenten Sitz im UN-Sicherheitsrat einzusetzen, um seine globale Rolle zu stärken. Ihre Argumentation stützt sich auf die Notwendigkeit, das Völkerrecht zu wahren – was ihrer Meinung nach sowohl den USA als auch Europa langfristig zugutekomme.

Die Warnungen von Heusgen und Murphy spiegeln die wachsende Verunsicherung unter europäischen Partnern über Trumps Politik wider. Ein Erfolg der Demokraten bei den Zwischenwahlen könnte zwar die Spannungen mildern, doch ihre Reformvorschläge deuten darauf hin, dass Deutschland ebenfalls proaktiv handeln muss. Die Forderung nach einem Sitz im UN-Sicherheitsrat unterstreicht das Bestreben, Stabilität in einer Zeit sich wandelnder US-Prioritäten zu sichern.

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