Ex-Schlachthofleiter wegen Betrugs und Lebensmittelverstößen vor Gericht
Franjo HandeSchlachthof-Prozess: Angeklagter bestreitet Betrugsvorwürfe - Ex-Schlachthofleiter wegen Betrugs und Lebensmittelverstößen vor Gericht
Ein ehemaliger Schlachthofleiter aus Bad Iburg muss sich wegen gewerbsmäßigen Betrugs und Verstößen gegen Lebensmittelsicherheitsvorschriften vor Gericht verantworten. Im Mittelpunkt des Verfahrens stehen Vorwürfe, er habe 2018 Fleisch von über 100 Rindern ohne die vorgeschriebenen tierärztlichen Kontrollen verkauft. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, das Fleisch sei für den Verzehr ungeeignet gewesen und er habe sich dadurch illegal rund 378.000 Euro bereichert.
Der Skandal nahm 2018 seinen Lauf, als eine Tierrechtsorganisation mit verdeckten Aufnahmen die katastrophalen Zustände in der Anlage aufdeckte. Der Landkreis Osnabrück schloss den Schlachthof daraufhin nach Bekanntwerden der Missstände.
Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe. Er behauptet, die amtlichen Tierärzte hätten den Verzicht auf Lebendtierkontrollen gebilligt.
Das Gericht muss nun klären, ob der Angeklagte Betrug begangen und gegen Lebensmittelrecht verstoßen hat. Die Entscheidung wird für den 11. November erwartet, wobei Schlüsselzeugen aus der Veterinärbehörde aussagen sollen. Das Urteil könnte weitreichende Folgen für die künftige Überwachung von Schlachthöfen und die Einhaltung von Lebensmittelstandards haben.






