EWE startet Europas größte Wasserstoffanlage in Emden bis 2027
EWE Hydrogen GmbH treibt Wasserstoffprojekt "Clean Hydrogen Coastline" in Emden voran
Nach der endgültigen Investitionsentscheidung im Juli 2024 hat die EWE Hydrogen GmbH ihr Projekt Clean Hydrogen Coastline in Emden konkret vorangebracht. Die 800-Millionen-Euro-Initiative sieht den Bau einer der größten Wasserstoffproduktionsanlagen Europas an der Nordseeküste vor. Mittlerweile wurden wichtige Verträge für die Wasseraufbereitung und Kompressionstechnik an spezialisierte Unternehmen vergeben.
Herzstück des Vorhabens ist eine 320-Megawatt-Elektrolyseanlage, die ab Ende 2027 jährlich eine Terawattstunde grünen Wasserstoff erzeugen soll – eine Menge, die einer Milliarde Kilowattstunden entspricht. Damit wird die Anlage zu den größten Wasserstoffproduzenten des Kontinents zählen.
EWE hat mit ArcelorMittal eine Absichtserklärung unterzeichnet, um ab 2028 grünen Wasserstoff aus Emden für die klimaneutrale Stahlproduktion in Bremen zu liefern. Die Vereinbarung markiert einen bedeutenden Schritt zur Reduzierung industrieller Emissionen durch erneuerbaren Wasserstoff. Für die Wasseraufbereitung der Anlage setzte EWE auf die Veolia Water Technologies Deutschland GmbH als Generalunternehmer. Den Zuschlag für die Umsetzung erhielt das Unternehmen Osmo Membrane Systems, das eine mehrstufige, membranbasierte Aufbereitungsanlage konzipieren und liefern wird. Das System reduziert den Chemikalien- und Energieverbrauch, verringert das Abwasservolumen und kann bei Bedarf später auch Flusswasser aufbereiten. Osmo übernimmt die schlüsselfertige Lieferung – von der Planung und Ingenieursleistung bis hin zu Installation und Inbetriebnahme.
Zudem vergab EWE den Auftrag für drei Wasserstoffkompressoren, die für die Bewältigung der hohen Produktionsmengen essenziell sind, an Neuman & Esser.
Die Bauarbeiten in Emden haben bereits begonnen; die Wasserstoffproduktion soll bis Ende 2027 aufgenommen werden. Das Projekt wird nicht nur Industriepartner wie ArcelorMittal beliefern, sondern auch die grüne Wasserstoffinfrastruktur Deutschlands ausbauen. Sobald die Anlage in Betrieb ist, wird sie eine zentrale Rolle bei der Senkung der CO₂-Emissionen der Schwerindustrie in der Region spielen.






