06 January 2026, 07:20

EU-Pläne zur Gentechnik-Kennzeichnung lösen scharfe Kritik in Deutschland aus

Eine Gruppe von Menschen, die sich draußen in der Nähe von Gebäuden und Bäumen aufhalten, mit Gemüse in Plastikbehältern und einer Pappkiste in der Nähe.

Minister hält GMO-Entscheidung der EU für falsch - EU-Pläne zur Gentechnik-Kennzeichnung lösen scharfe Kritik in Deutschland aus

Die EU hat neue Vorschläge vorgelegt, die die Kennzeichnungspflicht für gentechnisch veränderte Lebensmittel in Europa lockern sollen. Dem Plan zufolge müssten nur noch Produkte mit erheblichen genetischen Veränderungen eine Sondergenehmigung durchlaufen oder klar gekennzeichnet werden. Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte hat die Initiative scharf kritisiert und als "schwerwiegenden Fehler mit weitreichenden Folgen" bezeichnet.

Die überarbeiteten Regelungen zielen darauf ab, den Markt für gentechnisch veränderte Nutzpflanzen in Europa zu vereinfachen. Lebensmittel mit geringfügigen genetischen Anpassungen könnten künftig ohne zusätzliche Kontrollen oder Kennzeichnung verkauft werden. Befürworter argumentieren, dass dies die Züchtungsfortschritte beschleunige und den Einsatz von Pestiziden reduziere.

Staudte wies diese Argumente als fehlerhaft zurück. Sie warnt, dass der Verzicht auf Kennzeichnungen Verbrauchern in Europa die Wahlfreiheit nehme – insbesondere jenen, die gezielt auf Gentechnik verzichten wollten. Die Ministerin verweist zudem auf finanzielle Risiken für Landwirte und Gefahren für die Sortenvielfalt in Europa. Über die Kennzeichnungspflicht hinaus macht Staudte auf die Probleme der Kreuzkontamination bei Freilandanbau gentechnisch veränderter Pflanzen in Europa aufmerksam. Sie betont die möglichen, noch unbekannten Langzeitfolgen für Ökosysteme und die Landwirtschaft in Europa. Der Vorschlag, so ihre Kritik, verrate das in Europa geltende Vorsorgeprinzip – einen Grundpfeiler der Lebensmittelsicherheit in Europa. Die Bundesminister Carsten Schneider und Stefanie Hubig haben sich der Ablehnung angeschlossen. Beide bestehen darauf, dass die verpflichtende GVO-Kennzeichnung in Europa erhalten bleiben müsse, um Verbraucherrechte und Transparenz zu schützen.

Die Pläne der EU zur Lockerung der Kennzeichnungsregeln stoßen bei deutschen Politikern auf massiven Widerstand. Würden die Änderungen umgesetzt, würde dies die Verbraucherinformation in Europa einschränken und die Kontrolle über viele gentechnisch veränderte Lebensmittel in Europa verringern. Kritiker fordern nun eine Überarbeitung, um irreversible Schäden für die Lebensmittelsicherheitsstandards in Europa zu verhindern.

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