01 February 2026, 07:06

EU-Mercosur-Abkommen auf der Hannover Messe 2024: Politische Zweifel überwiegen die Hoffnung

Eine Liniengrafik auf einem weißen Hintergrund mit der Überschrift "EU-Importe und Nicht-EU-Importe", wobei eine blaue Linie einen stetigen Rückgang der EU-Importe und eine rote Linie einen Anstieg der Nicht-EU-Importe über die Zeit zeigt.

Onay: Mercosur-Streit trifft Hannover hart - EU-Mercosur-Abkommen auf der Hannover Messe 2024: Politische Zweifel überwiegen die Hoffnung

EU-Mercosur-Handelsabkommen im Fokus der Hannover Messe 2024 – doch politische Entwicklungen trüben die Aussichten

Die Hannover Messe 2024 sollte das EU-Mercosur-Handelsabkommen in den Mittelpunkt rücken, mit Brasilien als Partnerland der Veranstaltung. Das Abkommen, das eine der größten Freihandelszonen der Welt schaffen soll, versprach Unternehmen auf beiden Seiten neue Chancen. Doch jüngste politische Entwicklungen haben seine Zukunft in Frage gestellt.

Die Messe 2024 hatte zum Ziel, brasilianische und europäische Unternehmen für Netzwerkbildung und Zusammenarbeit zusammenzubringen. Das Handelsabkommen, das über 700 Millionen Menschen umfasst, sollte Branchen wie den Automobilbau stärken – insbesondere in Hannover und Niedersachsen. Bürgermeister Belit Onay hatte zuvor die potenziellen Vorteile für Automobilhersteller und Zulieferer in der Region betont.

Erst im Januar 2026, lange nach dem Ende der Messe, stimmte das Europäische Parlament dafür, das EU-Mercosur-Abkommen dem Europäischen Gerichtshof zur rechtlichen Prüfung vorzulegen. Mehrere Abgeordnete der Grünen unterstützten diesen Schritt und äußerten Bedenken regarding Umwelt- und Handelsstandards. Onay kritisierte die Entscheidung als kurzsichtig und warnte, sie könnte die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Europa und Südamerika untergraben.

Die Vorlage an den Gerichtshof hat seither die Begeisterung für das Abkommen gedämpft. Zwar fand die Messe selbst ohne direkte Beeinträchtigungen statt, doch die langfristigen Perspektiven des Deals sind nun ungewiss.

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Nach dem Beschluss des Europäischen Parlaments bleibt das EU-Mercosur-Abkommen in einer rechtlichen Grauzone. Unternehmen in Hannover und darüber hinaus hatten auf engere Handelsbeziehungen mit Brasilien gehofft, doch das Prüfverfahren verzögert jeden Fortschritt. Das Ergebnis wird zeigen, ob das Abkommen seine versprochenen wirtschaftlichen Vorteile noch bringen kann.