Ermittlungen nach „Gegen Kriege“-Demo in Hildesheim wegen Volksverhetzung und Lärmverstößen
Magdalena HertrampfErmittlungen nach „Gegen Kriege“-Demo in Hildesheim wegen Volksverhetzung und Lärmverstößen
Kleine Demonstration „Gegen Kriege“ in Hildesheim – Ermittlungen nach Vorfällen
Am 16. Oktober 2025 fand in Hildesheim eine kleine Kundgebung unter dem Titel „Gegen Kriege“ statt. Rund 25 Personen nahmen an der angemeldeten Veranstaltung teil. Die Behörden leiteten im Nachgang Ermittlungen zu mehreren Vorfällen während des Zugs ein.
Die Versammlung begann um 17:15 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz und endete eine Stunde später am Marktplatz. Der Veranstalter kam zwar teilweise den polizeilichen Anweisungen nach, um eine friedliche Atmosphäre zu gewährleisten, geriet jedoch wegen Verstößen gegen Lärmschutzbestimmungen in die Kritik. Ein Ordnungswidrigkeitsverfahren wurde eingeleitet, nachdem ein Megafon durch schrille Pieptöne bei Beamten zu Gehörbelästigungen geführt hatte.
Während des Marsches skandierte eine teilnehmende Person wiederholt antiisraelische Parolen. Die Polizei nahm ihre Personalien auf und leitete ein Strafverfahren wegen des Verdachts auf Volksverhetzung und Körperverletzung ein. Die Staatsschutzkommission beim Polizeikommissariat Hildesheim wird den Fall nun weiter prüfen. In öffentlichen Registern finden sich weder unter dem Namen „Gegen Kriege“ noch zu möglichen Anzeigen entsprechende Einträge, was die Identifizierung der ursprünglichen Anzeigenerstatter erschwert.
Die Demonstration dauerte eine Stunde und zählte etwa zwei Dutzend Teilnehmer. Die Ermittlungen zu Lärmverstößen, mutmaßlicher Volksverhetzung und Körperverletzung laufen noch. Über den Ausgang der Verfahren haben die Behörden bisher keine Angaben gemacht.






