23 December 2025, 00:55

DRK-Präsident Klagt über Mängel bei Katastrophenschutz

Ein Krankenwagen steht auf der linken Seite einer Straße, während auf der rechten Seite ein Zelt mit vielen Menschen darunter steht, sowie ein Tisch und ein Stuhl.

DRK-Präsident Klagt über Mängel bei Katastrophenschutz

DRK-Präsidentin beklagt Mängel im Katastrophenschutz

Das Deutsche Rote Kreuz hält den Katastrophenschutz in Deutschland für unzureichend.

  1. November 2025, 09:01 Uhr

Deutschland ist nach Ansicht der Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Gerda Hasselfeldt, weiterhin ungenügend auf große Notlagen vorbereitet. Die Organisation warnt vor gravierenden Lücken bei der Vorsorge für Extremfälle und fordert Haushalte sowie Schulen auf, umgehend Maßnahmen zur besseren Vorbereitung zu ergreifen.

Hasselfeldt betonte, dass jeder Haushalt über grundlegende Notvorräte verfügen sollte – darunter Trinkwasser, lang haltbare Lebensmittel, Hygieneartikel und wichtige Medikamente. Empfohlen werde ein Vorrat für mindestens drei, im Idealfall jedoch für vierzehn Tage. Zudem riet sie zu zusätzlicher Ausstattung wie einer Kurbeltaschenlampe oder einem Kurbelradio.

Die DRK-Präsidentin forderte darüber hinaus eine flächendeckende Ausweitung der Erste-Hilfe-Kenntnisse in der Bevölkerung. Grundkurse in Erster Hilfe und Selbstschutz sollten leichter zugänglich gemacht werden. Besonders Schulen müssten ab der 7. Klasse jährlich eine Ausbildung in Wiederbelebungsmaßnahmen einführen. Einige Bundesländer haben hier bereits Fortschritte gemacht: In Hamburg bieten öffentliche Schulen seit 2023 zweistündige Reanimationstrainings für Schüler der Klassen 6 bis 11 an. Nordrhein-Westfalen (NRW) zieht nach und führt ab dem Schuljahr 2026/27 verpflichtende jährliche Kurse für die Sekundarstufe I (Klassen 7–9) ein. Die Janusz-Korczak-Gesamtschule in Gütersloh bereitet ihr Personal bereits mit entsprechenden Lehrerfortbildungen vor. Auch Rheinland-Pfalz und Niedersachsen werden ab 2026/27 verbindliche Schulungen einführen.

Die Warnungen des DRK unterstreichen die Defizite in der deutschen Notfallvorsorge. Während in mehreren Bundesländern nun verpflichtende Wiederbelebungstrainings an Schulen eingeführt werden, werden Haushalte dazu aufgerufen, eigene Notfallreserven anzulegen. Diese Schritte sollen die Krisenfestigkeit des Landes für zukünftige Herausforderungen stärken.

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