12 December 2025, 01:06

Deutschlands erste PA-Anlage macht aus teerhaltigem Asphalt saubere Rohstoffe

Ein Fahrrad ist auf dem Boden neben einem Parkscheinautomaten geparkt, wobei ein Gehweg unten im Bild sichtbar ist.

Deutschlands erste PA-Anlage macht aus teerhaltigem Asphalt saubere Rohstoffe

Umweltminister Meyer: "Erste thermische Aufbereitungsanlage für teerhaltigen Asphalt in Deutschland ist ein wichtiger Schritt hin zu einer umwelt- und klimafreundlichen Kreislaufwirtschaft"

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Vorspann: Niedersachsen setzt ein Zeichen für die regionale Kreislaufwirtschaft: Das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in Braunschweig hat den Bau und Betrieb der ersten thermischen Aufbereitungsanlage für teerhaltigen Asphalt in Deutschland genehmigt. Umweltminister Christian Meyer würdigt die Entscheidung: "Die Genehmigung für Deutschlands erste thermische Asphaltaufbereitungsanlage, die Schadstoffe zerstört, ist ein wichtiger Schritt hin zu einer umwelt- und klimafreundlichen Kreislaufwirtschaft. Dies unterstützt die klimagerechte Transformation und stärkt regionale Baustoffkreisläufe. Niedersachsen zeigt hier, wie wir als Vorreiter eine umweltfreundliche Wirtschaftswende vorantreiben können."

Veröffentlichungsdatum: 4. Dezember 2025, 11:10 Uhr

Schlagwörter: Industrie, Umweltwissenschaften, Finanzen, Technologie

Artikeltext: In Niedersachsen hat die erste thermische Aufbereitungsanlage für teerhaltigen Asphalt in Deutschland die Genehmigung erhalten. Die Anlage wird jährlich bis zu 135.000 Tonnen Straßenabfälle aus der Harzregion verarbeiten. Behörden bewerten dies als entscheidenden Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft und zur Reduzierung gefährlicher Abfälle.

Das von der IVH Industriepark und Verwertungszentrum Harz GmbH getragene Projekt entsteht in Goslar und kostet rund 30 Millionen Euro. Die Förderung durch das Bundesumweltministerium beläuft sich auf 4,054 Millionen Euro. Die Bauarbeiten basieren auf einer bereits 1993 erteilten Genehmigung des Braunschweiger Gewerbeaufsichtsamts; der Betrieb soll voraussichtlich Ende 2027 aufgenommen werden.

Mithilfe eines patentierten thermischen Verfahrens wird der Asphaltschutt bei etwa 600 °C aufbereitet. Dabei werden schädliche Teerrückstände zersetzt, und es entsteht sauberes Mineralgemisch, das für neue Straßenbeläge wiederverwendet werden kann. Umweltminister Christian Meyer betonte die Bedeutung des Projekts für die Verringerung des Rohstoffverbrauchs und die Senkung von Emissionen.

Niedersachsen strebt bis 2040 Klimaneutralität an. Die Anlage trägt dazu bei, indem sie herkömmliche Abfallentsorgung durch ein geschlossenes Kreislaufsystem ersetzt. Statt teerhaltigen Asphalt zu deponieren, werden die Materialien vor Ort zurückgewonnen und wiederverwertet.

Nach Inbetriebnahme wird die Anlage Straßenabfälle aus dem gesamten Harzgebiet verarbeiten. Die Technologie beseitigt Schadstoffe und stellt gleichzeitig recycelte Baustoffe für den Straßenbau bereit. Das Land erwartet, dass die Anlage langfristig eine zentrale Rolle in seiner Nachhaltigkeitsstrategie einnehmen wird.