Dagmar Frederic kritisiert fehlende Vielfalt in deutschen Schlager-TV-Shows
Franjo HandeDagmar Frederic kritisiert fehlende Vielfalt in deutschen Schlager-TV-Shows
Dagmar Frederic, seit über sechs Jahrzehnten eine Institution der Schlagerszene, hat sich zur mangelnden Vielfalt in deutschen TV-Musikshows geäußert. Zwar verteidigt sie beliebte Moderatoren wie Florian Silbereisen und Giovanni Zarrella, doch sieht sie die Ursache für die sich wiederholenden Gästeauftritte in den Redaktionsteams. Ihre Kritik kommt zu einer Zeit, in der sie trotz ihres fortgeschrittenen Alters weiterhin regelmäßig auf der Bühne steht – ohne jemals in großen Formaten wie Die Florian Silbereisen-Show oder Zarrella Live! aufgetreten zu sein.
Frederic blickt auf mehr als 60 Jahre Schlagerkarriere zurück. Noch heute gibt sie bis zu 60 Konzerte im Jahr und verlässt sich dabei auf ihre Auftritte, nicht auf eine üppige Rente.
In jüngsten Interviews kritisierte sie TV-Formate wie Zarrella Live! oder Die Florian Silbereisen-Show dafür, immer wieder dieselben Künstler einzuladen. Die seit den frühen 2010er- bzw. späten 2020er-Jahren ausgestrahlten Shows setzen auf bekannte Namen wie Maite Kelly, Andy Borg oder Beatrice Egli. Festangestellte Acts gibt es nicht – die Besetzung wechselt von Folge zu Folge.
Trotz ihrer Kritik betonte Frederic, dass sie den Moderatoren selbst keine Vorwürfe mache. Stattdessen macht sie die Redaktionen für den Mangel an neuen Gesichtern verantwortlich. Auffällig ist auch, dass sie trotz ihrer langen Karriere nie in den Sendungen von Andrea Kiewel oder Florian Silbereisen zu Gast war.
Ihre Aussagen werfen ein Licht auf die Schwierigkeiten, sich in den etablierten Schlager-TV-Formaten zu behaupten. Während Frederic weiterhin live auftritt, unterstreicht ihre Abwesenheit in den großen Shows die begrenzte Rotation bei der Gästeauswahl. Die Debatte könnte eine genauere Prüfung der Buchungspraktiken dieser Sendungen nach sich ziehen.






