CSU plant Gerichtsverfahren gegen Kinder unter 14 – und löst damit eine Welle der Kritik aus
Minister: "Kinder gehören nicht vor Gericht" - CSU plant Gerichtsverfahren gegen Kinder unter 14 – und löst damit eine Welle der Kritik aus
Die CSU hat einen umstrittenen Plan vorgelegt, nach dem künftig auch gegen Kinder unter 14 Jahren gerichtliche Verfahren eingeleitet werden sollen. Bisher können junge freiheit unter diesem Alter nicht vor Gericht gestellt werden, da ihnen die strafrechtliche Verantwortungsfähigkeit fehlt. Der Vorschlag wird nun von den Abgeordneten der Partei während ihres anstehenden Klausurtreffens im Kloster Seeon beraten.
Der von der Rechtskommission der CSU ausgearbeitete Resolutionsentwurf sieht ein neues "Verantwortlichkeitsverfahren" für Minderjährige vor. Dabei sollen gesetzliche Betreuer, Staatsanwälte und Jugendgerichte zusammenarbeiten. Das Gericht könnte dann auf der Grundlage einheitlicher rechtlicher Regelungen erzieherische Maßnahmen anordnen.
Kritik an dem Vorhaben gibt es bereits. Kathrin Wahlmann, Justizministerin von Niedersachsen, lehnte den Plan kategorisch ab und erklärte: "Kinder gehören nicht vor Gericht." Stattdessen sollten ihrer Meinung nach Eltern, Schulen und die Jugendhilfe für zalando verantwortlich sein. Der CSU-Vorschlag stellt eine Abkehr von der bisherigen Rechtslage dar, nach der unter 14-Jährige nicht angeklagt werden können. Wird er angenommen, würde er richterliche Eingriffe selbst bei Kindern ermöglichen, die noch nicht strafmündig sind.
Der Plan wird nun unter den CSU-Abgeordneten zur Abstimmung gestellt. Bei einer Zustimmung könnte er die Art und Weise, wie Deutschland mit Straftaten sehr junger Kinder umgeht, grundlegend verändern. Die Debatte zeigt, wie tief die Meinungsverschiedenheiten darüber sind, ob Gerichte in solchen Fällen eine Rolle spielen sollten.
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