23 April 2026, 02:25

CDU-Wirtschaftsrat will Sozialwohnungen mit Fehlbelegungsabgabe reformieren

Eine Liniendiagramm, das das Verhältnis von Wohnpreisen zum Pro-Kopf-Einkommen in verschiedenen Metropolregionen zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

CDU-Wirtschaftsrat will Sozialwohnungen mit Fehlbelegungsabgabe reformieren

Ein neuer Vorschlag könnte die Vergabe von Sozialwohnungen in Deutschland grundlegend verändern. Der Wirtschaftsrat der CDU schlägt eine "Fehlbelegungsabgabe" für Mieter vor, deren Einkommen steigt, während sie in subventionierten Wohnungen leben. Der Plan ist Teil einer umfassenderen Initiative zur Reform des Mietrechts und zur Entschärfung der Wohnungsnot in den Städten.

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Die Positionspapier des Gremiums wird an die Mietrechtskommission übermittelt. Darin wird argumentiert, dass die aktuellen Regelungen es Mietern ermöglichen, auch nach einem Einkommensanstieg in günstigen Wohnungen zu bleiben. Als Beispiel wird ein Medizinstudent genannt, der später Chefarzt wird, aber weiterhin eine niedrige Miete zahlt.

Der Vorschlag sieht zudem flexiblere Mietpreise vor. Dazu gehören Lockerungen oder die Abschaffung der Mietpreisbremse sowie die Aufhebung von Obergrenzen für jährliche Mieterhöhungen. Gleichzeitig fordert der Wirtschaftsrat einen Ausbau sozialer Unterstützungsleistungen, um einkommensschwache Haushalte zu schützen. Eine weitere Empfehlung ist die Überprüfung des Modernisierungsumlags, der es Vermietern derzeit erlaubt, die Miete nach Sanierungen zu erhöhen.

Ziel ist es, mehr Wohnraum in angespannten Märkten freizumachen. Kritiker könnten jedoch einwenden, dass die Änderungen für einige Mieter zu höheren Mieten führen könnten.

Falls umgesetzt, würde die Abgabe gutverdienende Mieter in Sozialwohnungen betreffen. Die weiteren Reformen würden Vermietern mehr Spielraum bei der Mietgestaltung geben. Die endgültige Entscheidung liegt nun bei der Mietrechtskommission und den politischen Entscheidungsträgern.

Quelle