07 April 2026, 06:28

Cannabis-Legalisierung in Berlin: Schwarzmarkt schrumpft – doch medizinische Versorgung stockt

Eine Gruppe von Menschen, die um ein Auto mit einer 'Legalise Cannabis Ireland'-Plakette stehen, umgeben von Gebäuden unter einem klaren blauen Himmel, mit Papieren im Auto.

Cannabis-Legalisierung in Berlin: Schwarzmarkt schrumpft – doch medizinische Versorgung stockt

Zwei Jahre nach der Legalisierung von Cannabis für Erwachsene in Berlin hat die Grünen-Politikerin Janosch Dahmen auf eine rechtliche Grauzone bei der Beschaffung von medizinischem Cannabis hingewiesen. Der gesundheitspolitische Sprecher der Partei bezeichnete dies als ein "Systemversagen", während er die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Legalisierung bewertete.

Die Cannabis-Legalisierung in Berlin markierte einen deutlichen Bruch mit der früheren Verbotspolitik. Ein zweiter Zwischenbericht zeigt nun, dass der Schwarzmarkt schrumpft, während der Gesamtkonsum nicht signifikant angestiegen ist. Bei Jugendlichen geht der Cannabiskonsum seit der Gesetzesänderung sogar weiter zurück.

Dahmen betonte die Bedeutung des Jugendschutzes, warnte jedoch, dass die aktuellen legalen Bezugsquellen weiterhin unzureichend seien. Ziel der Grünen ist es, den Schwarzmarkt vollständig durch legale Angebote zu ersetzen – ohne dabei neue Grauzonen zu schaffen.

Laut Bericht wirkt die Politik zwar gegen illegale Verkäufe, hält den Konsum aber stabil. Dennoch müssen Lücken in der Versorgung mit medizinischem Cannabis und Schwächen in der Lieferkette behoben werden. Die Partei fordert strengere Maßnahmen, um diese Schlupflöcher zu schließen und die öffentliche Gesundheit zu schützen.

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