21 April 2026, 10:29

Bundeswehr reformiert Reservekräfte: Altersgrenze steigt auf 70 Jahre

Ein altes Buch mit Papieren, die Text und Bilder enthalten, die sich auf die Auswirkungen und Budgets von Militärpersonal beziehen.

Bundeswehr reformiert Reservekräfte: Altersgrenze steigt auf 70 Jahre

Bundeswehr plant Reform der Reservekräfte mit neuer Strategie und Gesetzesänderungen

Das Bundesverteidigungsministerium bereitet eine Reform der Reservekräfte vor, die eine neue Strategie und rechtliche Anpassungen umfasst. Verteidigungsminister Boris Pistorius wird die Pläne am Mittwoch vorstellen – darunter den Vorschlag, die Altersgrenze für Reservistinnen und Reservisten von 65 auf 70 Jahre anzuheben. Die Initiative folgt Forderungen nach besserer Ausbildung, Ausstattung und klareren Regelungen für den Einsatz der Reserve.

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Das geplante Reservistenstärkungsgesetz wird die Anhebung der Altersgrenze formal verankern und damit längere Berufsbiografien sowie die verbesserte Fitness älterer Menschen berücksichtigen. Während der Coronavirus-Pandemie wurden zwischen 10.000 und 15.000 Reservistinnen und Reservisten einberufen – ein Beleg für ihre Bedeutung in Krisenzeiten. Aktuell gibt das Ministerium jedoch keine genauen Zahlen an und schätzt die Zahl der aktiven Reservisten auf etwa 60.000.

Ein weiterer zentraler Punkt betrifft die Arbeitgeber: Das bisher freiwillige System, bei dem Unternehmen Beschäftigte für Reservistendienste freistellen, wird abgeschafft. Die Reservistinnen und Reservisten selbst bleiben jedoch weiterhin auf freiwilliger Basis tätig. Zudem plant das Ministerium, jährliche Zielvorgaben für die Teilnahme an Übungen festzulegen, um eine strukturierte Einbindung zu gewährleisten.

Die Reformen sind Teil des übergeordneten Wehrdienstmodernisierungsgesetzes, das den Pool der zugewiesenen Reservisten bis 2035 auf 200.000 ausbauen soll. Verantwortliche betonen, dass eine angemessene Ausstattung und sinnvolle Ausbildung entscheidend sind, um Reservistinnen und Reservisten effektiv vorzubereiten.

Die geplanten Änderungen sehen also eine Anhebung der Altersgrenze, den Wegfall der Arbeitgeber-Opt-out-Regelung und klarere Teilnahmeziele vor. Bei Zustimmung könnten die Reformen die Reservekapazitäten Deutschlands bis 2035 deutlich stärken. Die Strategie des Ministeriums zielt darauf ab, freiwilliges Engagement mit einer verbesserten Einsatzbereitschaft für künftige Herausforderungen zu verbinden.

Quelle