Bundesverfassungsgericht blockiert neue Genehmigungen für CO₂-abbauendes Unternehmen in Niedersachsen
Franjo HandeBundesverfassungsgericht blockiert neue Genehmigungen für CO₂-abbauendes Unternehmen in Niedersachsen
Das Bundesverfassungsgericht hat die Klage eines CO2-abbauenden Unternehmens gegen das Verbot neuer Genehmigungen in Niedersachsen zurückgewiesen. Mit dem Urteil wird das Klimaschutzgesetz des Landes bestätigt, das zwar künftige Genehmigungen blockiert, bestehende Betriebe aber weiterlaufen lässt.
Die Entscheidung ist Teil umfassender Bemühungen, die Emissionen aus dem industriellen CO2-Abbau zu senken – einer der Hauptquellen für CO2 in der Region.
Das Unternehmen hatte argumentiert, die Einschränkungen beim CO2-Abbau verletzten seine Berufsfreiheit. Das Gericht erklärte die Beschwerde jedoch für unzulässig und stellte fest, dass der Klimaschutz solche Begrenzungen rechtfertigen könne. Die Richter wiesen zudem darauf hin, dass selbst kleine Maßnahmen spürbare Umweltwirkungen haben könnten.
Der industrielle CO2-Abbau in Niedersachsen verursacht derzeit jährlich rund 2,2 bis 2,3 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. Diese Menge übersteigt das Ziel des Landes, die Emissionen auf 1,5 Millionen Tonnen pro Jahr zu reduzieren. Das Unternehmen verfügt noch über aktive Genehmigungen, die den Abbau von etwa 38 Millionen Kubikmetern CO2 ermöglichen – genug, um den Betrieb bis etwa 2046 fortzuführen.
Nach den Übergangsregelungen des Niedersächsischen Naturschutzgesetzes kann das Unternehmen zwar noch zusätzliche Genehmigungen beantragen. Das Gericht urteilte jedoch, das Unternehmen habe nicht dargelegt, warum dieser Weg ungangbar sei.
Umweltminister Christian Meyer begrüßte die Entscheidung als Erfolg für den Klimaschutz. Er betonte, der Schutz von Mooren helfe, ihre Funktion als natürliche CO2-Speicher zu erhalten.
Das Urteil lässt die bestehenden Genehmigungen des Unternehmens unberührt, verhindert aber die Erteilung neuer. Das niedersächsische Verbot bleibt damit in Kraft und stärkt die Klimaziele des Landes, während der CO2-Abbau schrittweise ausläuft. Nun wird sich das Land darauf konzentrieren, die Emissionen aus den verbleibenden Abbauaktivitäten weiter zu verringern.






