Bühnenarbeiter bei Stage XL kämpfen für faire Verträge und Lohnsicherheit
Grzegorz LoosBühnenarbeiter bei Stage XL kämpfen für faire Verträge und Lohnsicherheit
Bühnenarbeiter bei 36 Stage XL in Berlin kämpfen für bessere Arbeitsbedingungen
Bühnenarbeiter des Unternehmens 36 Stage XL in Berlin haben sich zusammengeschlossen, um ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern. Unterstützt von der basisdemokratischen Gewerkschaft FAU starteten sie die Online-Kampagne Stage Workers United. Ihre Forderungen umfassen unbefristete Arbeitsverträge, faire Bezahlung und sicherere Arbeitsplätze.
Vojta C. arbeitete als Bühnenarbeiter für 36 Stage XL, ein Unternehmen, das Bühnen für große Berliner Veranstaltungsorte baut und betreibt. Ursprünglich war er in einem Minijob mit einer festen Anzahl wöchentlicher Schichten beschäftigt. Als er krank wurde und Arbeitstage ausfallen musste, erhielt er für die ausgefallenen Einsätze keinen Lohn und geriet in finanzielle Not.
Auch German Garcia war über ein befristetes Arbeitsverhältnis ohne garantierte Schichten oder Mindeststunden beschäftigt. Als er wochenlang krankheitsbedingt ausfiel, blieb er ebenfalls unbezahlt – und seine Arbeitszuweisungen wurden drastisch reduziert.
Die Beschäftigten gründeten daraufhin eine Betriebsgruppe unter dem Dach der anarchosyndikalistischen Gewerkschaft FAU. Sie ließen eine rechtliche Prüfung durchführen, die ergab, dass die Verträge von 36 Stage XL möglicherweise gegen Arbeitsgesetze verstoßen. Die Kampagne fordert nun unbefristete Anstellungen, die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und höhere Sicherheitsstandards.
Die Gewerkschaft bewertet die Organisierungsbemühungen und die öffentliche Kampagne trotz der anhaltenden Herausforderungen prekärer Beschäftigung in der Branche als wichtigen Schritt nach vorn.
Die FAU-Kampagne macht auf die schwierige Situation von Bühnenarbeitern aufmerksam, die mit unsicheren Verträgen und unbezahltem Krankengeld konfrontiert sind. Die Gruppe setzt sich weiterhin für gerechtere Behandlung und stärkere Arbeitsschutzrechte ein. Ihre Initiativen haben zwar öffentliche Aufmerksamkeit auf das Problem gelenkt, doch viele Beschäftigte arbeiten nach wie vor unter unsicheren Bedingungen.






