06 January 2026, 21:28

Braunschweiger Burglöwe zieht vorübergehend ins Museum – ein Stück Geschichte wird zugänglich

Eine historische Wand aus Stein und Ziegeln mit einer schwarzen Löwenstatue mit Flügeln.

Braunschweiger Burglöwe zieht vorübergehend ins Museum – ein Stück Geschichte wird zugänglich

Der ikonische Braunschweiger Burglöwe, ein bronzener Meisterwerk aus dem 12. Jahrhundert, hat im Herzog Anton Ulrich-Museum (HAUM) eine vorübergehende Heimat gefunden. Die Verlegung ist Teil eines umfassenderen Plans, Schlüsselstücke aus der Burg Dankwarderode während deren Sanierung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Finanzierung des Umzugs in Höhe von 190.000 Euro übernahm das Land Niedersachsen, unterstützt von lokalen Stiftungen und Förderern.

Die Überführung des Löwen fällt mit einem besonderen Jubiläum zusammen: Vor 80 Jahren kehrte das Kunstwerk nach Braunschweig zurück. Während des Zweiten Weltkriegs aus Sicherheitsgründen versteckt, wurde es am 23. Oktober 1945 in den Rammelsberger Bergwerken im Harz wiedergefunden. Nun wird es im Rahmen einer Zwischenausstellung gemeinsam mit weiteren Schätzen aus dem Besitz der Welfen-Dynastie präsentiert.

Das Projekt stößt auf breite Anerkennung. Falko Mohrs, Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, betonte die gelungene Zusammenarbeit zwischen Landesbehörden, der Stadt und den finanziellen Unterstützern. Zu diesen zählen die Braunschweiger Landessparkasse und die Niedersächsische Sparkassenstiftung. Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum hob die Bedeutung solcher Initiativen für den Erhalt des kulturellen Erbes der Stadt hervor. Ab dem 6. März 2026 können Besucher im HAUM die Highlights der Sammlung bewundern. Um den Zugang zu erleichtern, bietet das Museum ab diesem Datum jeden letzten Sonntag im Monat freien Eintritt an.

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Die Ausstellung schafft einen vorübergehenden, aber wichtigen Präsentationsort für die mittelalterliche Sammlung, während die Burg Dankwarderode geschlossen bleibt. Mit dem Löwen und weiteren Exponaten erhalten Besucher nun die Möglichkeit, in die reiche Geschichte Braunschweigs einzutauchen. Die Kooperation zwischen staatlichen Stellen, Förderern und Kultureinrichtungen hat diese interimistische Lösung erst möglich gemacht.