06 May 2026, 16:27

Braunschweig plant 60-Millionen-Investition: Wird der Große Hof zum kreativen Vorzeigeviertel?

Eine detaillierte Stadtkarte mit einem zentralen grünen Bereich, der als geplanter Entwicklungsstandort markiert ist, umgeben von Straßen, Gebäuden und Sehenswürdigkeiten.

Braunschweig plant 60-Millionen-Investition: Wird der Große Hof zum kreativen Vorzeigeviertel?

Braunschweigs Großer Hof soll zum städtebaulichen Sanierungsgebiet werden – 60-Millionen-Euro-Plan steht zur Abstimmung

Der Braunschweiger Großer Hof könnte bald als städtebauliches Sanierungsgebiet neu aufblühen: Ein 60-Millionen-Euro-Projekt soll das vernachlässigte Viertel in ein autoreduziertes, kreatives Quartier mit Wohnraum, Ateliers und Grünflächen verwandeln. Über den Antrag stimmt der Stadtrat kommenden Dienstag ab – ein möglicher Wendepunkt für die Zukunft des Gebiets.

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Die Neugestaltung zielt auf langjährige Missstände im Großen Hof ab, wo zwei Schulen geschlossen wurden und Parkplätze das Bild prägen. Seit dem Wiederaufbau nach dem Krieg gab es kaum Entwicklungen, sodass dem Viertel urbanes Leben fehlt. Die Stadtverwaltung beabsichtigt nun, im Rahmen des Programms „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ 7,9 Millionen Euro an Bundes- und Landesmitteln zu beantragen. Die verbleibenden 52,1 Millionen sollen aus anderen städtebaulichen Fördertöpfen stammen.

Grundlage des Entwurfs ist ein Wettbewerb aus dem Jahr 2024, den ein Hamburger Architekturbüro für sich entschied. dessen Konzept sieht Wohngebäude, ein Quartiersgarage sowie Räume für die Städtische Galerie, Künstlerateliers und die Kreativwirtschaft vor. Ergänzt wird das Projekt durch soziale Infrastruktur wie eine Kita und ein Familienbegegnungszentrum sowie aufgewertete Grünflächen.

Bei einer Zustimmung könnte das Vorhaben eine umfassende Erneuerung des Großen Hofs einläuten. Die Lage am Rande der Innenstadt erhöht den Handlungsdruck – die Stadt muss die architektonischen und sozialen Defizite zügig angehen.

Die Entscheidung des Stadtrats in der nächsten Woche wird zeigen, ob der 60-Millionen-Plan Realität wird. Gelingt das Projekt, könnte aus dem Großen Hof ein gemischt genutztes Viertel mit Wohnraum, Kultur und nachhaltiger Mobilität entstehen. Die Finanzierung durch Land und Bund würde die Belastung für die lokalen Steuerzahler deutlich verringern.

Quelle