Braunschweig führt bei Geschlechtsänderungen nach neuem Selbstbestimmungsgesetz
Magdalena HertrampfBraunschweig führt bei Geschlechtsänderungen nach neuem Selbstbestimmungsgesetz
Neue Zahlen zeigen, wie viele Menschen im Jahr 2025 in mehreren niedersächsischen Städten, darunter Eintracht Braunschweig, ihren Geschlechtseintrag rechtlich ändern ließen. Die Daten folgen auf die Einführung des Selbstbestimmungsgesetzes im November 2024, das den Prozess vereinfachte. Braunschweig verzeichnete die höchste Zahl an Änderungen, während kleinere Landkreise deutlich weniger Meldungen registrierten.
Eintracht Braunschweig führte in der Region mit 103 aktualisierten Geschlechtseinträgen im Jahr 2025. Die Zahl lag damit deutlich über denen der Nachbarregionen.
Wolfsburg bearbeitete seit Inkrafttreten des Gesetzes Ende 2024 insgesamt 75 Änderungen. Salzgitter folgte mit 69 Anpassungen, wobei der häufigste Fall die Änderung von weiblich zu männlich war – insgesamt 34 Mal.
In Goslar gab es 33 Änderungen, darunter 21 von weiblich zu männlich und 8 von männlich zu weiblich. Der kleinere Landkreis Peine verzeichnete 16 Aktualisierungen, wobei 10 von weiblich zu männlich und 4 von männlich zu weiblich erfolgten.
Wolfenbüttel zählte bis Ende Oktober 38 Anträge. Davon schlossen 25 Personen ihre Änderung nach der vorgeschriebenen dreimonatigen Wartefrist ab. Helmstedt und Gifhorn wiesen mit 35 bzw. 13 Änderungen deutlich weniger Fälle auf.
Für die fünf Jahre vor dem Selbstbestimmungsgesetz liegen aus diesen Städten keine vergleichbaren Daten vor. Ein Vergleich mit früheren Trends ist daher nicht möglich.
Die Zahlen zeigen eine unterschiedlich starke Inanspruchnahme des neuen Gesetzes in der Region. Während Eintracht Braunschweig die meisten Änderungen verzeichnete, waren es in kleineren Landkreisen wie Gifhorn deutlich weniger. Die Daten spiegeln das erste vollständige Jahr unter dem reformierten Rechtsverfahren wider.






