25 March 2026, 02:27

BN Ottobeuren ehrt Umweltschützer und kämpft gegen Lichtverschmutzung mit globaler Initiative

Langzeitaufnahme einer nächtlichen Stadtstraße mit Lichtspuren auf der Straße, beleuchteten Pflanzen, Pfählen, Lichtern und Gebäuden vor dunklem Himmel.

BN Ottobeuren ehrt Umweltschützer und kämpft gegen Lichtverschmutzung mit globaler Initiative

Jahreshauptversammlung des BN Ottobeuren: Engagement für Umweltschutz und Gemeinschaft im Fokus

Die diesjährige Jahreshauptversammlung des Bund Naturschutz (BN) Ottobeuren rückte bedeutende Erfolge im Bereich des Umweltschutzes und das langjährige Engagement der Mitglieder in den Mittelpunkt. Die Versammlung diente auch der Ehrung langjähriger Aktivisten und der Diskussion drängender Themen wie Lichtverschmutzung. Besonders gewürdigt wurde Wendelin Schindele, der seit Jahrzehnten das lokale Kräutergarten-Projekt prägt.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war der Vortrag von Robert Blasius, Gründer der Initiative "Wächter der Nacht", die sich seit ihrem Start 2023 zu einer weltweiten Bewegung entwickelt hat. Martin Schweiger, Erster Vorsitzender des BN Ottobeuren, eröffnete die Versammlung mit einer Begrüßung der Anwesenden und stellte den Gastredner Robert Blasius vor. In seinem Referat thematisierte Blasius die zunehmende Bedrohung durch Lichtverschmutzung und erläuterte, wie übermäßige künstliche Beleuchtung Ökosysteme stört und die menschliche Gesundheit beeinträchtigt. Anhand von Satellitenaufnahmen wies er darauf hin, dass die Nachtseite der Erde durch ausufernde Stadtgebiete und Küstenregionen erhellt wird – ein deutliches Zeichen für die weitverbreitete Überbeleuchtung.

Blasius widerlegte in seinem Vortrag die verbreitete Annahme, dass helle nächtliche Beleuchtung die Sicherheit erhöht. Kriminalstatistiken zeigten vielmehr, dass die meisten Straftaten am Tage verübt werden. Zudem betonte er, dass der Energieverbrauch durch unnötige Beleuchtung – etwa durch Werbetafeln oder schlecht gesteuerte Straßenlaternen – vermeidbare Belastungen für die Stromnetze darstellt. Seine Initiative "Wächter der Nacht" ist mittlerweile in über 20 Ländern aktiv, darunter Deutschland, die USA, Australien und Indien, und zählt Anfang 2026 mehr als 5.000 Ehrenamtliche. Zu den aktuellen Projekten gehören die Kampagne "Dark Sky Cities", die Kommunen darin schult, Lichtverschmutzung durch Maßnahmen wie LED-Nachrüstungen in Berlin und Sydney zu reduzieren, sowie die App "Nachtwache" zur Erfassung von Lichtverschwendung. Zudem organisiert die Gruppe 2026 globale "Sternenfest"-Veranstaltungen, die Teleskopbeobachtungen mit dem Einsatz für bessere Beleuchtungspolitik verbinden.

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Im Rahmen der Versammlung wurden langjährige BN-Mitglieder für ihr jahrzehntelanges Engagement geehrt – darunter solche mit über 40 Jahren Mitgliedschaft, die mit Urkunden und silbernen Anstecknadeln ausgezeichnet wurden. Wendelin Schindele erhielt besondere Anerkennung als "Architekt" des Kräutergartens, ein Projekt, das er 1998 ins Leben gerufen hatte. Ihm wurde ein Gedenkposter, ein Präsentkorb vom Eine-Welt-Laden sowie eine Würdigung für seinen verstorbenen Weggefährten Harald Mader überreicht.

Die Veranstaltung unterstrich sowohl lokale als auch globale Bemühungen zur Bewältigung ökologischer Herausforderungen. Schindeles Beitrag zum Kräutergarten und die Ehrung langjähriger BN-Mitglieder standen für den Gemeinschaftsgeist der Organisation. Gleichzeitig treibt die Initiative "Wächter der Nacht" mit wachsenden Projekten und internationaler Beteiligung praktische Lösungen gegen Lichtverschmutzung voran.

Quelle