08 February 2026, 13:29

Betrunkener Mann greift Polizei an und zeigt Hakenkreuze in Eschershausen

Eine Gruppe von Polizisten in Uniform steht vor einer Menge von Menschen in schwarzen Uniformen und Masken, mit einer Brücke und einem Gebäude im Hintergrund, während einer Demonstration in einer Stadt.

Betrunkener Mann greift Polizei an und zeigt Hakenkreuze in Eschershausen

Ein 43-jähriger Mann aus Eschershausen wurde am Dienstagabend festgenommen, nachdem er Polizeibeamte angegriffen und sich gegen seine Festnahme gewehrt hatte. Der Vorfall ereignete sich gegen 20:45 Uhr, als Beamte wegen einer Körperverletzungsanzeige zum Einsatz gerufen wurden. Der stark alkoholisierte Verdächtige soll rechtsextreme Parolen gerufen und die Beamten beleidigt haben, bevor er während des Transports zur Wache gewalttätig wurde.

Die Polizei war zunächst nach Eschershausen gerufen worden, nachdem eine Körperverletzung gemeldet worden war. Bei ihrer Ankunft trafen die Beamten auf den Mann, der sichtbar betrunken und unkooperativ war. Er begann, rechtsextreme Parolen zu skandieren und die Beamten zu beschimpfen.

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Als die Beamten versuchten, ihn in Gewahrsam zu nehmen, eskalierte die Situation. Während der Fahrt zur Polizeidienststelle leistete der Mann heftigen Widerstand und versuchte, die Beamten zu treten. Bei dem Handgemenge stürzten sowohl der Verdächtige als auch ein Polizist zu Boden. Der Mann erlitt Verletzungen und wurde anschließend in ein nahegelegenes Krankenhaus zur Behandlung gebracht. Der beteiligte Beamte blieb unverletzt.

Die Ermittlungen ergaben, dass der Mann Symbole verfassungsfeindlicher Organisationen gezeigt hatte, darunter Hakenkreuze, Hitlergrüße und NS-Parolen wie "Alles für Deutschland". Die Behörden brachten ihn zudem mit rechtsextremen Gruppen wie "Deutsche Jugend voran" in Verbindung, gegen die es nach Angriffen auf Journalisten bereits Razzien in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern gegeben hatte. Auch rechtsextreme Aufkleber mit Sprüchen wie "Volksverrat" gehörten zu den Beweismitteln.

Dem Beschuldigten drohen nun mehrere Anklagepunkte, darunter Körperverletzung, Widerstand gegen und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte, Beleidigung sowie das Verwenden verbotener Kennzeichen. Die Polizei bestätigte, dass die Ermittlungen noch andauern. Der Vorfall unterstreicht die anhaltende Präsenz rechtsextremer Aktivitäten in der Region.