Berliner Tafel startet Oster-Spendenaktion gegen Hunger in der Hauptstadt
Grzegorz LoosBerliner Tafel startet Oster-Spendenaktion gegen Hunger in der Hauptstadt
Berlins Tafel setzt ihren Kampf gegen Hunger fort – und verteilt monatlich 660 Tonnen Lebensmittel in der Hauptstadt. Mit über 970 Standorten bundesweit ist die Organisation seit der Eröffnung ihrer ersten Filiale in Berlin 1993 stetig gewachsen. Nun ruft eine neue Osteraktion Kundinnen und Kunden dazu auf, bis zum 4. April 2026 in Supermärkten vor Ort zusätzliche Spenden abzugeben.
Die Berliner Tafel betreibt 48 Ausgabestellen unter dem Namen "Brot & Seele" und gibt dort jeden Monat 70.000 Mahlzeiten aus. Im Hintergrund sorgen ein Logistikzentrum und 25 Lieferfahrzeuge für reibungslose Abläufe. Fast 80.000 Ehrenamtliche unterstützen die Arbeit bundesweit – darunter Langzeithelferinnen wie Uschi, die seit 14 Jahren in der "Laib und Seele"-Ausgabe in der NeuköllnerMagdalenenkirche* mitwirkt.
Die Aktion "Noch eins drauf!" fordert Einkaufende auf, ein Extra-Produkt – etwa Kaffee oder Schokolade – zu kaufen und es den Freiwilligen an der Kasse zu überlassen. An diesem Osterfest beteiligen sich 15 Filialen von Edeka, Rewe und Kaufland in Berlin. Selbst in weniger wohlhabenden Vierteln, wie dem Edeka in der Karl-Marx-Straße 101 in Neukölln, spenden Anwohnerinnen und Anwohner regelmäßig. Die Initiative läuft zudem zum Erntedankfest und zu Weihnachten und bringt so jährlich zusätzliche Tonnen an Lebensmitteln zusammen.
Freiwillige wie Anne, 33, opfern ihre Freizeit, um Lebensmittel zu sammeln. An ihren freien Donnerstagen schließt sie sich Uschi und Marianne in einem Neuköllner Supermarkt an, um sicherzustellen, dass die Spenden bei denen ankommen, die sie am dringendsten brauchen.
Die Kampagne läuft bis zum 4. April 2026 und stärkt die Vorräte der Berliner Tafel. Spenden wie Schokolade oder Kaffee – kleine Luxusgüter des Alltags – bereichern das Angebot und sorgen für Abwechslung. Mit fast tausend Standorten in ganz Deutschland ist das Tafel-Netzwerk auf die Großzügigkeit der Bevölkerung angewiesen, um die steigende Nachfrage zu decken.






