29 April 2026, 03:09

Berliner Band Tulpe polarisiert mit satirischem Wal-Song Sprengt den Wal

Schwarze und weiße Zeichnung eines Wals auf einem Felsen in eisigen Gewässern mit Eisbergen im Hintergrund und Text unten.

Berliner Band Tulpe polarisiert mit satirischem Wal-Song Sprengt den Wal

Berliner Rockband Tulpe sorgt mit satirischem Wal-Song für Aufsehen

Die in Berlin ansässige Rockband Tulpe hat mit einem neuen satirischen Song über einen gestrandeten Buckelwal in der Ostsee eine Debatte ausgelöst. Der Titel Sprengt den Wal hat auf dem Instagram-Profil der Band bereits rund 4,6 Millionen Aufrufe verzeichnet. Die Reaktionen fallen dabei äußerst gespalten aus: Während einige Zuhörer über die Texte lachen, empfinden andere sie als geschmacklos und beleidigend.

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Die provokanten Zeilen des Songs enthalten Passagen wie Sprengt den Wal, macht ihn verschwinden, lasst es Wal-Salami und -Schnitzel regnen oder Warum fragt ihr nicht Donald Trump, ob er ihn nicht einfach in die Luft jagen kann? Frontmann Joachim Foerster räumte ein, dass Tulpe in ihrer Musik häufig aktuelle Themen aufgreift – was regelmäßig zu heftigen Reaktionen führe.

Der gestrandete Wal, der von Internetnutzern liebevoll Timmy oder Hoffnung getauft wurde, beschäftigt die Öffentlichkeit bereits seit Wochen. Auf Plattformen wie TikTok und Instagram überschlagen sich die Memes, die die Debatte verspotten und die politische Handhabung der Situation kritisieren. Tulpe hob die Ironie hervor, dass ein Tier, das für den Urzustand der Erde steht, nun zum Gegenstand unzähliger geschmackloser KI-generierter Songs im Netz geworden sei.

Nicht zum ersten Mal wird der Wal auf diese Weise thematisiert: Eine Parodie-Website namens Wal-O-Mat hatte Nutzer zuvor bereits dazu eingeladen, ihre Haltung zu Rettungsversuchen zu testen. Die Band teilte zudem einige der Hassnachrichten, die sie erhalten hatte – Foerster winkte ab und bezeichnete solche "Shitstorms" als Teil des Rockband-Daseins. Kontroversen gehöre nun einmal dazu.

Die Veröffentlichung des Songs hat die ohnehin erhitzten Online-Diskussionen weiter angeheizt. Während einige Fans den Track als schwarzen Humor verteidigen, werfen andere der Band vor, eine Grenze überschritten zu haben. Angesichts der Millionenaufrufe zeigt sich: Die Debatte wird so schnell nicht abebben.

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