Berlin will mit Deep-Tech-Agenda Europas Innovationshauptstadt werden
Grzegorz LoosBerlin will mit Deep-Tech-Agenda Europas Innovationshauptstadt werden
Berlin strebt an, Europas führender Innovationsstandort zu werden. Die Stadtregierung hat die Deep-Tech-Agenda Berlin verabschiedet, um das Wachstum des Sektors in den kommenden zehn Jahren voranzutreiben. Deep Tech ist bereits ein zentraler Wirtschaftsfaktor für die Hauptstadt – mit überdurchschnittlichen Expansionsraten, die eng mit den Erfolgen der Branche verbunden sind.
Die Deep-Tech-Agenda Berlin wurde kürzlich von der rot-schwarzen Koalition gebilligt. Sie sieht gezielte Fördermaßnahmen und Unterstützung vor, um das Ökosystem für Deep-Tech-Unternehmen in der Stadt weiter zu stärken. Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) betonte die Bedeutung des Sektors und bezeichnete ihn als „entscheidend für die wirtschaftliche Zukunft Berlins“.
In Berlin sind derzeit zwischen 600 und 1.000 Deep-Tech-Unternehmen ansässig – und ihre Zahl wächst stetig. Besonders Künstliche Intelligenz, Biotechnologie und Mikroelektronik gelten als Treiber dieser Entwicklung. Die Stadt gehört bereits heute zu den europäischen Spitzenreitern in Sachen Deep-Tech-Leistung und wirtschaftlicher Wertschöpfung durch die Branche.
Giffey verwies auf lokale Innovationen als Belege für das Potenzial des Sektors: Ein Berliner Unternehmen hat etwa eine nicht-invasive Methode zur Blutzuckermessung entwickelt. Ein anderes setzt auf einen pinguinförmigen Drohnenprototyp, der mit Sensoren ausgestattet ist und bei der Suche nach Flugzeugwracks oder vermissten Personen helfen soll.
Mit der neuen Strategie will Berlin seine Position als Wirtschaftsstandort festigen. Durch mehr Wettbewerbsfähigkeit und gezielte Innovationsförderung soll der Aufschwung langfristig gesichert werden. Die Agenda unterstreicht den Willen der Stadt, Deep Tech als tragende Säule der Berliner Wirtschaft auszubauen.
